2. Das Dasein der Idee


Alles Existierende hat deshalb nur Wahrheit, insofern es eine Existenz ist der Idee. Denn die Idee ist das allein wahrhaft Wirkliche. Das Erscheinende nmlich ist nicht dadurch schon wahr, da es inneres oder ueres Dasein hat und berhaupt Realitt ist, sondern dadurch allein, da diese Realitt dem Begriff entspricht. Erst dann hat das Dasein Wirklichkeit und Wahrheit. Und zwar Wahrheit nicht etwa in dem subjektiven Sinne, da eine Existenz meinen Vorstellungen sich gem zeige, sondern in der objektiven Bedeutung, da das Ich oder ein uerer Gegenstand, Handlung, Begebenheit, Zustand in seiner Wirklichkeit den Begriff selber realisiere. Kommt diese Identitt nicht zustande, so ist das Daseiende nur eine Erscheinung, in welcher sich statt des totalen Begriffs nur irgendeine abstrakte Seite desselben objektiviert, welche, insofern sie sich gegen die Totalitt und Einheit in sich verselbstndigt, bis zur Entgegensetzung gegen den wahren Begriff verkmmern kann. So ist denn nur die dem Begriff geme Realitt eine wahre Realitt, und zwar wahr, weil sich in ihr die Idee selber zur Existenz bringt.


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Seite zuletzt aktualisiert: 14.09.2004 
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