40. konomisches Interesse von Verbnden und Funktionren


40. Fr jede Verbandsbildung hat ferner die Wirtschaft dann eine ganz allgemeine soziologische Konsequenz, wenn die Leitung und der Verwaltungsstab, wie in aller Regel, entgolten werden. Dann ist ein berwltigend starkes konomisches Interesse mit dem Fortbestand des Verbandes verknpft, einerlei ob seine vielleicht primr ideologischen Grundlagen inzwischen gegenstandslos geworden sind.

Es ist eine Alltagserscheinung, da, nach der eigenen Ansicht der Beteiligten sinnlos gewordene, Verbnde aller Art nur deshalb weiterbestehen, weil ein Verbandssekretr oder anderer Beamter sein Leben (materiell) daraus macht und sonst subsistenzlos wrde.

Jede appropriierte, aber unter Umstnden auch eine formal nicht appropriierte Chance kann die Wirkung haben, bestehende Formen sozialen Handelns zu stereotypieren. Innerhalb des Umkreises der (friedlichen und auf Alltagsgterversorgung gerichteten) wirtschaftlichen Erwerbschancen sind im allgemeinen nur die Gewinnchancen von Erwerbsunternehmern autochthone, rational revolutionierende Mchte. Selbst diese aber nicht immer.

 

Z.B. haben die Courtage-Interessen der Bankiers lange Zeit die Zulassung des Indossaments obstruiert, und hnliche Obstruktionen formal rationaler Institutionen auch durch kapitalistische Gewinn interessen werden uns oft begegnen, wenn sie auch sehr wesentlich seltener sind als namentlich die prbendalen, stndischen und die konomisch irrationalen Obstruktionen.


 © textlog.de 2004 08.09.2026 07:56:23
Seite zuletzt aktualisiert: 28.09.2004 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright