
Erstes Buch
Ich beabsichtige zu untersuchen, ob es in der brgerlichen Verfassung irgendeinen gerechten und sicheren Grundsatz der Verwaltung geben kann, wenn man die Menschen nimmt, wie sie sind, und die Gesetze, wie sie sein knnen. Bei dieser Untersuchung werde ich mich bemhen, stets das, was das Recht zulsst, mit dem zu vereinen, was das allgemeine Beste vorschreibt, damit Gerechtigkeit und Nutzen nicht getrennt werden.
Ich dringe in die Materie ein, ohne erst die Wichtigkeit meines Gegenstandes zu beweisen. Man wird mich fragen, ob ich Frst oder Gesetzgeber sei, um berechtigt zu sein, ber Politik zu schreiben. Ich antworte nein und schreibe gerade deshalb ber Politik. Wre ich Frst oder Gesetzgeber, so wrde ich nicht meine Zeit damit vergeuden, zu sagen, was man tun muss; ich wrde es tun oder schweigen.
Einen wie geringen Einfluss auch die Stimme eines einfachen Brgers, wie ich bin, der in einem freien Staate geboren ist und durch das allgemeine Stimmrecht Anteil an der Staatsgewalt hat, auf die ffentlichen Angelegenheiten haben mag, so gengt doch schon das bloe Recht, darber abzustimmen, um mir die Pflicht aufzulegen, mich ber sie zu unterrichten. So oft ich ber die Regierungen nachdenke, fhle ich mich glcklich, dass ich in meinen Forschungen stets neue Grnde finde, die Verwaltung meines Vaterlandes zu lieben.