b. Notwendiges Eintreten der Kunst


Auf der anderen Seite jedoch enthlt der religise Inhalt zugleich in sich selber das Moment, durch welches er sich nicht nur der Kunst zugnglich macht, sondern in gewisser Beziehung derselben auch bedarf. In der religisen Vorstellung der romantischen Kunst, wie schon mehrmals ist angefhrt worden, bringt es der Inhalt selbst mit sich, den Anthropo-morphismus auf die Spitze zu treiben, indem eben dieser Inhalt das Zusammengeschlossensein des Absoluten und Gttlichen mit der als wirklich erschauten und deshalb auch uerlich, leiblich erscheinenden menschlichen Subjektivitt zu seinem Mittelpunkt hat und das Gttliche in diese, seiner an die Bedrftigkeit der Natur und der endlicher Erscheinungsweise gebundenen Einzelheit darstellen mu. In dieser Rcksicht liefert die Kunst dem anschauenden Bewutsein fr die Erscheinung Gottes die spezielle Gegenwart einer einzelnen wirklichen Gestalt, ein konkretes Bild auch der ueren Zge der Begebenheiten, in denen Christi Geburt, sein Leben und Leiden, Sterben, Auferstehen und Erhobensein zur Rechten Gottes sich ausbreitet, so da berhaupt in der Kunst allein die vorbergeschwundene wirkliche Erscheinung Gottes sich zu einer immer erneuten Dauer wiederholt.


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Seite zuletzt aktualisiert: 14.09.2004 
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