
b. Das Gemt
Nher nun hat dieser Inhalt als Liebe die Form der in sich konzentrierten Empfindung, welche, statt sich ihren Gehalt zu explizieren, ihn seiner Bestimmtheit und Allgemeinheit nach zum Bewutsein zu bringen, die Weite und Unermelichkeit desselben vielmehr unmittelbar zu der einfachen Tiefe des Gemts zusammenzieht, ohne den Reichtum, den er in sich fat, fr die Vorstellung nach allen seinen Richtungen zu entfalten. Dadurch wird der gleiche Inhalt, der in seiner rein geistig ausgeprgten Allgemeinheit sich der Kunstdarstellung verweigern wrde, in dieser subjektiven Existenz als Empfindung fr die Kunst wieder ergreifbar, indem er auf der einen Seite bei der noch unaufgeschlossenen Tiefe, welche das Charakteristische des Gemts ausmacht, sich nicht zu vollstndiger Klarheit auseinanderzulegen ntig hat, whrend er auf der anderen Seite aus dieser Form zugleich ein Element erhlt, das der Kunst gem ist. Denn Gemt, Herz, Empfindung, wie geistig und innerlich sie auch bleiben, haben dennoch immer einen Zusammenhang noch mit dem Sinnlichen und Leiblichen, so da sie nun auch nach auen hin durch die Leiblichkeit selbst, durch Blick, Gesichtszge oder, vergeistigter, durch Ton und Wort das innerste Leben und Dasein des Geistes kundzugeben vermgen. Das uere aber wird hier nur so auftreten knnen, da es dies Innerlichste selbst in seiner Innerlichkeit des Gemts auszusprechen berufen ist.