
2. Die religise Liebe
Der Geist an und fr sich ist als Geist nicht unmittelbar Gegenstand der Kunst. Seine hchste wirkliche Vershnung in sich kann nur eine Vershnung und Befriedigung im Geistigen als solchem sein, das in seinem rein ideellen Element sich dem knstlerischen Ausdruck entzieht, indem die absolute Wahrheit hher steht als der Schein des Schnen, der sich von dem Boden des Sinnlichen und Erscheinenden nicht loszulsen vermag. Soll nun aber der Geist in seiner affirmativen Vershnung durch die Kunst eine geistige Existenz erhalten, in welcher er nicht nur als reiner Gedanke, als ideell gewut ist, sondern empfunden und angeschaut werden kann, so haben wir als einzige Form, welche die gedoppelte Forderung der Geistigkeit auf der einen, der Erfabarkeit und Darstellbarkeit durch die Kunst auf der anderen Seite erfllt, nur die Innigkeit des Geistes, das Gemt, die Empfindung brig. Diese Innigkeit, welche dem Begriff des in sich befriedigten freien Geistes allein entspricht, ist die Liebe.


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