a. Vielheit von Gtterindividuen


In dieser Vielheit schlgt sich das gttliche Universum dieser Stufe zu einem Kreise besonderer Gtter auseinander, von denen jeder ein Individuum fr sich und den anderen gegenber ist. Diese Individualitten sind aber nicht von der Art, da sie nur als Allegorien fr allgemeine Eigenschaften zu nehmen wren, so z. B. Apollo als Gott des Wissens, Zeus der Herrschaft, sondern Zeus ist ganz ebenso das Wissen, und Apollo in den Eumeniden, wie wir sahen, beschtzt auch den Orest, den Sohn und Knigssohn, den er selber zur Rache angereizt hatte. Der Kreis der griechischen Gtter ist eine Vielheit von Individuen, von welchen jeder einzelne Gott, wenn auch im bestimmten Charakter einer Besonderheit, dennoch eine in sich zusammengefate Totalitt ist, die an sich selbst auch die Eigenschaft eines anderen Gottes hat. Denn jede Gestalt, als gttlich, ist immer auch das Ganze. Dadurch allein enthalten die griechischen Gtterindividuen einen Reichtum von Zgen, und obschon ihre Seligkeit in ihrem allgemeinen geistigen Beruhen auf sich selber und in der Abstraktion von der direkten und verendlichenden Richtung auf die zerstreuende Mannigfaltigkeit der Dinge und Verhltnisse liegt, so haben sie doch ebensosehr die Macht, nach verschiedenen Seiten hin sich wirksam und ttig zu erweisen. Sie sind weder das abstrakt Besondere noch das abstrakt Allgemeine, sondern das Allgemeine, das die Quelle des Besonderen ist.


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Seite zuletzt aktualisiert: 14.09.2004 
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