Nachahmung (lat. imitatio, gr. mimsis) heit die Wiedergabe eines Vorbildes. Der Nachahmende schafft entweder Gegenstnde, die schon vorhanden sind, noch einmal, oder er handelt ebenso, wie andere vor ihm gehandelt haben. Bei den hheren Tieren und Menschen finden wir das Bestreben, anderen nachzuahmen. Wir schreiben ihnen daher einen Nachahmungstrieb zu. Die Nachahmung kann aber nicht nur unwillkrlich und triebartig, sondern auch bewut und beabsichtigt stattfinden. Auf der freien geistigen Wahl beruht z.B. die Nachahmung in der Kunst (s. d.). Sowohl auf triebartiger Nachahmung wie auf freiwilliger Nachahmung beruht zum Teil die Heranbildung des Menschen zu Lebensformen, Sitten, religisen berzeugungen. Wenn Aristoteles (384-322) die Nachahmung zum Grundgesetz der Kunst gemacht hat, so trifft diese Auffassung fr einzelne Knste, wie die Plastik und Malerei, im wesentlichen zu, fr andere, wie die Architektur, soweit sie konstruktiv ist, die Musik, die Lyrik trifft sie nicht zu. Auch hat der Idealisierungsproze neben der Nachahmung seinen Platz in der Kunst. (Siehe Kunst.) Eine ungeschickte oder lcherliche Nachahmung heit Manier.