
Kapitel XV.
Die Neuplatoniker
Ausfhrlicheres bieten, abgesehen von Brandis und Zeller, einige ltere, namentlich franzsische, Darstellungen von Jules Simon (1843 ff.) und Vacherot (1846 ff.); von theol. Werken vgl. A. Harnack, Dogmengeschichte Bd. I. ber den allgemeinen Charakter der Zeit unterrichtet gut J. Burckhardt, Die Zeit Konstantins. Basel 1853.
Noch einmal vor seinem Absterben erhebt sich der philosophische Geist des Griechentums zu einer Neubildung in groem Stil. Um die Mitte des dritten nachchristlichen Jahrhunderts werden alle die im vorigen Kapitel uns nahegetretenen theosophischen Gedankenstrmungen zu einem in seiner Weise groartigen Systeme zusammengefat durch den Neuplatonismus, insbesondere durch dessen grten Vertreter: Plotin. Wir unterscheiden drei auch zeitlich aufeinanderfolgende neuplatonische Richtungen: I. die alexandrinisch-rmische Schule (Plotin), II. die syrische (Jamblichus), III. die athenische (Proklus).