Ich als Seele und Denken


Dann prfte ich aufmerksam, was ich wre, und sah, dass ich mir vorstellen knnte, ich htte keinen Krper, es gbe keine Welt und keinen Ort, wo ich mich befnde, aber dass ich mir deshalb nicht vorstellen knnte, dass ich nicht wre; im Gegenteil, selbst daraus, dass ich an der Wahrheit der anderen Dinge zu zweifeln dachte, folgte ja ganz einleuchtend (videmment) und sicher, dass ich war; sobald ich dagegen aufgehrt zu denken, mochte wohl alles andere, das ich mir jemals vorgestellt, wahr gewesen sein, ich aber hatte keinen Grund mehr, an mein Dasein zu glauben. Ich erkannte daraus, dass ich eine Substanz sei, deren ganze Wesenheit (essence) oder Natur blo im Denken bestehe und die zu ihrem Dasein weder eines Ortes bedrfe noch von einem materiellen Dinge abhnge, so dass dieses Ich, das heit die Seele, wodurch ich bin, was ich bin, vom Krper vllig verschieden und selbst leichter zu erkennen ist als dieser und auch ohne Krper nicht aufhren werde, alles zu sein, was sie ist.


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