
1. Die poetische Vorstellung
Was in den bildenden Knsten die durch Stein und Farbe ausgedrckte sinnlich sichtbare Gestalt, in der Musik die beseelte Harmonie und Melodie ist, die uerliche Weise nmlich, in welcher ein Inhalt kunstgem erscheint, das kann, wir mssen immer wieder darauf zurckkommen, fr den poetischen Ausdruck nur die Vorstellung selber sein. Die Kraft des dichterischen Bildens besteht deshalb darin, da die Poesie sich einen Inhalt innerlich, ohne zu wirklichen Auengestalten und Melodiegngen herauszugehen, gestaltet und damit die uerliche Objektivitt der brigen Knste zu einer inneren macht, die der Geist, wie sie im Geiste ist und bleiben soll, fr das Vorstellen selber uert. Wenn wir nun beim Dichterischen bereits einen Unterschied zwischen dem ursprnglich Poetischen und einer spteren Rekonstruktion der Poesie aus dem Prosaischen her festzustellen hatten, so tritt uns der gleiche Unterschied auch hier wieder entgegen.


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