Terrorverdacht
Mann schießt bei Paris aus Auto – ein Toter
Ein Mann hat in zwei Gemeinden in der Region Paris am Freitag auf offener Straße mehrere Schüsse abgefeuert. Eine Person wurde dabei getötet, mehrere weitere verletzt, teilte die französische Nationalpolizei mit. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt.
Wieder erschüttert ein Gewaltakt die Metropolregion Paris! Der Fahrer eröffnete am Freitagmorgen gegen 10.30 Uhr auf offener Straße das Feuer. Eine der vier Personen sei schwer verletzt. Der Vorfall ereignete sich im Département Yvelines, das im Westen der Großraumregion liegt.
Terrorverdacht nach Schüssen
Zunächst fielen Schüsse in der Gemeinde Trappes, dann fuhr der Mann den Angaben nach weiter in die angrenzende kleine Gemeinde La Verrière. Das Todesopfer sei afrikanischer Herkunft, einer der Verletzten maghrebinischer Herkunft, teilte der Bürgermeister von Trappes, Ali Rabeh, dem Sender BFMTV mit. Der Täter sei festgenommen worden, hieß es vonseiten der Polizei.
Nach dem Schusswaffenvorfall hat die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Es bestehe der Verdacht, die Tat sei aufgrund einer vermuteten Zugehörigkeit zu bestimmten ethnischen und religiösen Gruppen begangen worden, hieß es. Premierminister Sébastien Lecornu bestätigte den Vorfall auf X: „In Trappes im Departement Yvelines haben sich soeben sehr schwerwiegende Vorfälle ereignet.“
„Wahllose Schüsse“
Der Mann aus dem Wagen sei festgenommen worden. Er scheine „wahllos geschossen zu haben und darauf aus gewesen zu sein, ein Massaker anzurichten“, sagte Rabeh weiter. Er berichtete, unter den Verletzten befinde sich ein 12-jähriges Mädchen. Der Schütze wohne in einer nahe gelegenen Stadt.
Laut Anti-Terror-Staatsanwaltschaft betreffen die Ermittlungen unter anderem den Tatbestand des „Besitzes einer Waffe der Kategorie A“, zu der insbesondere automatische Waffen gehören, sowie der „Beteiligung an einer terroristischen kriminellen Vereinigung mit dem Ziel der Vorbereitung von Verbrechen gegen Menschen“.
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