Ausladung. (Baukunst) Das Ma, um welches ein Glied an einem Gesims weiter heraus steht als das nchst vorhergehende oder nachfolgende. Die Ausladungen geben den Gesimsen das hauptschlichste Ansehen. An den Fugesimsen, welche eine Festigkeit haben mssen, steht das unterste Glied notwendig am weitesten heraus und die anderen werden nach und nach eingezogen. Das Gegenteil muss sich an den oberen Gesimsen finden, welche zur Bedekung dienen und das dem Fu entgegen gesetzte Ende ausmachen.
Es ist ein Hauptgrundsatz zur Bestimmung der Ausladungen, dass sie mit der Hhe oder Strke des Gliedes, woran sie sind, ein gutes Verhltnis haben mssen: die Strke des Gliedes aber wird durch die ganze Hhe des Gesimses bestimmt und hat folglich ebenfalls eine Beziehung auf die Ausladung. Die Goldmannischen Verhltnisse knnen zur Regel angepriesen werden. Nmlich die Ausladung verhlt sich zur Hhe: in der Rinleiste und dem Riemlein wie 1 zu 1. im Wulst 2 3. in der ablaufenden Leiste und im Reif 1 2. im Ablauf in den niedrigen Ordnungen 3 4. im Band 3 zu 5. in der Glockenleiste 4 5.
Die besonderen Ausladungen in den Geblken, Hauptgesimsen und anderen Verzierungen der verschiedenen Ordnungen, werden durch die Bestimmung der Auslaufung und in den Artikeln, darin diese Teile insbesondere beschrieben sind, angegeben.