
Logik, Erkenntnistheorie, Ontologie
Die Wissenschaft der reinen Idee, der Idee als solcher ist die Logik, die zugleich Erkenntnistheorie und Ontologie (Metaphysik) ist, da das Sein selbst Begriff ist. Sie enthlt den Gedanken, insofern er ebensosehr die Sache an sich selbst ist. Sie ist die Wissenschaft der Idee im abstrakten Elemente des Denkens, die Wissenschaft vom Logos, von der Vernunft als solcher, von der Wahrheit an sich, die Darstellung Gottes, wie er in seinem ewigen Wesen, vor der Erschaffung der Natur und eines endlichen Geistes ist, die Wissenschaft der Dinge in Gedanken gefat. Sie zerfllt in die Lehre vom Sein (vom Gedanken in seiner Unmittelbarkeit), die Lehre vom Wesen (vom Gedanken in seiner Reflexion) und die Lehre vom Begriff und der Idee (vom Gedanken in seinem Beisichsein). Oder (in der Enzyklopdie) in die objektive und die subjektive Logik. Diese spekulative Logik, welche Form und Inhalt des Denkens nicht isoliert, stellt die innerliche und apriorische Notwendigkeit der Gedanken und damit auch der Sachen dar. Es wird von Hegel betont, der Inhalt der Philosophie sei kein anderer als der im Gebiete des lebendigen Geistes ursprnglich hervorgebrachte und sich hervorbringende, zur Welt, ueren und inneren Welt des Bewutseins gemachte Gehalt, die Wirklichkeit im Unterschiede von der Erscheinung, d.h. dein, was vorbergehend und bedeutungslos ist. Die bereinstimmung mit der Wirklichkeit und Erfahrung ist notwendig trotz alles Apriorismus und Rationalismus. Die spekulative Logik anerkennt den Inhalt der Erfahrung und die Gesetze der Wissenschaft, aber sie bildet sie mit weiteren Kategorien weiter und um. Das Aufnehmen des von den Wissenschaften verarbeiteten Inhalts durch die Philosophie ist zugleich ein Entwickeln des Denkens aus sich selbst, wodurch die Philosophie diesem Inhalte die Gestalt des Apriorischen und die Bewhrung der Notwendigkeit gibt. Die Wissenschaft des Absoluten, der Idee ist System, weil das Wahre als konkret nur als sich in sich entfaltend und in Einheit zusammennehmend und haltend, d. i. als Totalitt ist. Die Idee ist das Denken nicht als formales, sondern als die sich entwickelnde Totalitt seiner eigentmlichen Bestimmungen und Gesetze, die es sich selbst gibt, nicht schon hat und in sich vorfindet. Das Denken als Ttigkeit ist das ttige Allgemeine, dessen Tat eben das Allgemeine ist; es ist von der Vorstellung scharf zu unterscheiden. Das Allgemeine als Produkt der Denkttigkeit ist die Sache, das Wesentliche, das Wahre. Nach der Subjektivitt ist das Denken das Erzeugnis des Geistes als denkendes Subjekt, ein Akt der Freiheit. Insofern die Gedanken Ausdruck der Sachen sind, sind sie objektive Gedanken. Da Verstand, Vernunft in der Welt ist, sagt dasselbe, was der Ausdruck: objektiver Gedanke enthlt. Der objektive Gedanke bezeichnet die Wahrheit, welche absolut an und fr sich ist. Der Empirismus ist insoweit berechtigt, als das, was wahr ist, in der Wirklichkeit sein und fr die Wahrnehmung da sein mu߫. Der Kritizismus betont mit Recht, da es die Kategorien sind, wodurch die bloe Wahrnehmung zur Objektivitt, zur Erfahrung erhoben wird. Aber wie sie der Verstand festhlt, sind die Kategorien beschrnkte Bestimmungen, Formen des Bedingten, Abhngigen, Vermittelten. Die Einseitigkeit und Beschrnktheit der Verstandesbestimmungen wird nun durch die Dialektik berwunden und die Kategorien werden jetzt zu Momenten der Denkentwicklung und damit zu Formen des Weltinhalts selbst.