Baillie, William, geb. 1736 in Irland, war Kavallerieoffizier in englischen Diensten, und beschftigte sich aus Liebhaberei mit der Zeichen- und namentlich der Kupferstecherkunst, widmete sich aber, als seine Stiche, die er mit der Nadel und dem Grabstichel in Schwarzkunst, in Kreiden- und in getuschter Manier ausfhrte, berall die ehrendste Anerkennung fanden, spter ganz derselben. Besonders glcklich war er in der Nachahmung Rembrandts, den er in einigen Blttern, besonders in der Landschaft mit den drei Bumen, so tuschend imitierte, (dass seine Kopien in gleichem Werte mit den Originalen stehen, ja die Abdrcke einer von ihm berarbeiteten Platte Rembrandt's, des sog. Hundertguldenblatts, hher bezahlt werden, als die ersten vom Meister selbst. Zu den besten seiner smtlichen, aus mehr als 200 Blttern bestehenden Arbeiten, deren lteste die Jahrzahl 1753, die jngste 1777 trgt, gehren: Der Goldwger, nach Reinbrandt; Susanna und Daniel, nach Gerbrand van den Eeckhout; der Federnschneider, und zwei Offiziere bei einer Frau, welche bei einem Lichte schlft, nach Gerh. Dow; der Herzog von Monmouth zu Pferd, nach Netscher und Wyck; die Grablegung, nach Rembrandt; trinkende und spielende Bauern, nach Teniers; Wilhelm, Prinz von Oranien zu Pferd, nach Terburg; das Portrt des Franz Hals, nach Hals u.s.w.
Literatur. Heinecken, Dictionmaire des artistes. Huber und Rost, Handbuch fr Kunstliebhaber.