Wrde ist sozialer, innerer, sittlicher Wert der Persnlichkeit, auch das Verhalten gem dem Bewutsein seines Wertes. -Nach KANT hat, was ber allen Preis erhaben ist, eine Wrde, d.h. einen innern Wert. Sittlichkeit und die Menschheit, sofern sie derselben fhig, ist dasjenige, was allein Wrde hat. Autonomie (s. d.) ist der Grund der Wrde der vernnftigen Natur, die nur dem Gesetze gehorcht, das sie sieh zugleich selbst gibt (Grundleg. zur Metaphys. d. Sitten 2. Abschn., S. 71 ff.). Nach SCHILLER ist Wrde der Ausdruck einer erhabenen Gesinnung (ber Anmut u. Wrde, Philos. Schrift. B. 136). Beherrschung der Triebe durch die moralische Kraft ist Geistesfreiheit, und Wrde heit ihr Ausdruck in der Erscheinung (l. c. S. 142). Anmut liegt in der Freiheit der willkrlichen Bewegungen. Wrde in der Beherrschung der unwillkrlichen (l. c. S. 144). - Nach IHERING ist Wrde Bettigung des eigenen Werturteils im Benehmen (Zweck im Recht II, 498). Vgl. Sittlichkeit.