Werttheorie

Werttheorie bedeutet 1) die Lehre vom Werte (s. d.), 2) die Theorie der sittlichen Werte, die Ethik (s. d.). So bei A. MEINONG. Insofern die Ethik Werte oder Unwerte statuiert, ist sie normativ (Werttheorie, S. 224). Sie hat es mit dem zu tun, wie die Menschen ein tun und Lassen werthalten (l. c. S. 225). Objekt der moralischen Wertschtzung ist der durch die betreffende Wollung bettigte unpersnliche Anteil am Wohl und Wehe der Mitmenschen (l. c. S. 159). Das eigentlich Wertgehaltene ist die Gesinnung, aber auch der Erfolg ist von Wert (l. c. S. 143 ff.). Nach E. v. HARTMANN ist die Axiologie die Lehre von der Wertbemessung der Werte (Zur Gesch. u. Begr. d. Pessim.2, S. 3). Die phnomenale Axiologie hat es mit der Erscheinungewelt zu tun, die metaphysische legt ihre Wertmastbe an das Weltwesen an, die absolute Axiologie ist die Einheit beider (l. c. S. 9). Nach H. CORNELIUS mssen alle Zweige der praktischen Philosophie in einer allgemeinen Werttheorie ihre Begrndung finden (Einl. in d. Philos. S. 51). Nach R. GOLDSCHEID mu sich die Ethik zu einer Werttheorie (im Geiste Benekes und der Entwicklungslehre) umbilden (Zur Eth. d. Gesamtwill. I, 80). - Vgl. Timologie (KREIBIG).


 © textlog.de 2004 06.09.2026 16:05:37
Seite zuletzt aktualisiert: 14.11.2004 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright  A  B  C  D  E  F  G  H  I  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  Z