Physisch

Physisch (physikon): natrlich (g. d.), naturgesetzlich, krperlich (g. d.). Das Physische im engeren Sinne wird vom Psychischen (s. d.) unterschieden. im weiteren Sinne umfat es auch die niedere Form des Psychischen und bedeutet dann den Gegensatz zum Geistigen (s. d.), Ethischen (s. d.), zu dem, was dem freien Willen und der Vernunft angehrt. auch zum Metaphysischen (s. d.). ARISTOTELES versteht unter dem physikon alles Natrliche (s. d.), d.h. was das Prinzip seiner Bewegung in sich hat. Physiks wird dem logiks gegenbergestellt (De gener. et corrupt. I 2, 316a 11. Phys. II 7, 198a 23). hnlich THOMAS (1 gener. 3). - Nach FECHNER ist krperlich alles, was als Objekt uerer sinnlicher Wahrnehmung fabar ist oder einem solchen Objekte zukommt, in ein solches Objekt fllt (Zend-Av. I, S. XIX). HARMS definiert: Physisch ist alles, was nach allgemeinen Gesetzen stets in derselben Weise mit Notwendigkeit aus den bewegenden Krften der Dinge entsteht. Ethisch ist, was aus Willenskrften in unendlichen Modifikationen nach Gesetzen frei geschieht (Log. S. 1). E. v. HARTMANN erklrt: Physisch ist jede Kraftuerung, die eine Vernderung in der objektiv-realen Welt hervorbringt. materiell aber heit nur eine solche Anordnung bestimmter Kraftuerungen, durch welche die Subjektiv-ideale Erscheinung einer stofflichen Raumerfllung im Bewutsein eines wahrnehmenden Beobachters hervorgerufen wird (Mod. Psychol. S. 366). Nach WITTE ist physisch jedes Phnomen, welches seiner ganzen Natur nach nur mittelbares Objekt uerer Empfindung oder Wahrnehmung sein kann (Wes. d. Seele S. IV). Nach H. CORNELIUS sind die physischen Vorgnge nichts anderes als die gesetzmigen Zusammenhnge, denen wir unsere Empfindungen einordnen (Einl. in d. Philos. S. 311). R. AVENARIUS, E. MACH u. a. setzen keinen Gegensatz des Physischen und des Psychischen (s. d.).


 © textlog.de 2004 06.09.2026 15:59:08
Seite zuletzt aktualisiert: 14.11.2004 
bibliothek
text
  Home  Impressum  Copyright  A  B  C  D  E  F  G  H  I  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  Z