Immanenzphilosophie

Immanenzphilosophie (immanente Philosophie) bedeutet 1) eine auf das Erfahrbare, Gegebene sich beschrnkende Philosophie. So bemerkt MAINLNDER: Die wahre Philosophie mu rein immanent sein, d.h. ihr Stoff sowohl als ihre Grenze mu die Welt sein (Philos. d. Erls. S. 3); 2) die Philosophie des unmittelbar Gegebenen, nach welcher alles Sein ein dem Ich, dem Bewutsein immanentes Sein, Bewutseinsinhalt ist. Transzendente (s. d.) Dinge gibt es nicht. Alles Wirkliche ist Inhalt eines Bewutseins berhaupt. - Eine solche idealistische Philosophie vertreten schon BERKELEY und HUME. In anderer Weise J. G. FICHTE, A. LANGE, E. LAAS u. a. (H. Idealismus). Besonders W. SCHUPPE, A. V. LECLAIR, J. REHMKE, R. V. SCHUBERT-SOLDERN, M. KAUFFMANN, O. STOCK, auch F. J. SCHMIDT, der einen immanenten Erfahrungsmonismus lehrt. Vgl. Zeitschr. f. immanente Philos. I. - hnlich in manchem ist die Philosophie der reinen Erfahrung (s. d.). Vgl. Objekt, Sein, Ding, Ich, Bewutsein.


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