Analytik, transzendentale, ist derjenige Teil der Vernunftkritik KANTS, der die Zergliederung unseres gesamten Erkenntnisses a priori in die Elemente der reinen Verstandeserkenntnis zum Gegenstande hat (Kr. d. r. V. S. 85), der Teil der transzendentalen Logik, der die Elemente der reinen Verstandeserkenntnis vortrgt und die Prinzipien, ohne welche berall kein Gegenstand gedacht werden kann (l.c. S. 84); sie ist die Zergliederung des Verstandesvermgens selbst, um die Mglichkeit der Begriffe dadurch zu erforschen, da wir sie im Verstande allein, als ihrem Geburtsorte, aufsuchen und dessen reinen Gebrauch berhaupt analysieren (l.c. S. 86). Sie handelt von den Kategorien (s. d.) und von den Grundstzen (s. d.) des reinen Denkens. Eine Analytik enthlt auch die Kritik der praktischen Vernunft, sie beginnt mit der Darlegung der Mglichkeit praktischer Grundstze a priori und schliet mit der Lehre vom moralischen Gefhl. Endlich gibt es bei KANT eine Analytik des Schnen (Kr. d. Urt. 1. T., 1. Abt., 1. B.), eine Analytik des Erhabenen (l.c. 2. B.) und eine Analytik der teleologischen Urteilskraft (l.c. 2. T., 1. Abt.).