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gerinnen

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Form / Grammatikgerinnen · Verb · gerinnt, gerann, ist geronnen · Konjugationstabelle
Aussprache:
 Worttrennung: ge | rin | nen
Wortzerlegung ge- rinnen
Wortbildung  mit ›gerinnen‹ als Erstglied: Gerinnsel · Gerinnung

Bedeutung

eWDG
klumpig, flockig werden
Beispiele:
die Milch ist (durch die Hitze) geronnen
das Blut gerinnt
bildlich, umgangssprachlichjmdm. gerinnt das Blut in den Adern (= jmd. erstarrt vor Angst, Schrecken) Artikel für Mehrwortausdruck ‘jmdm. gerinnt das Blut in den Adern’ anzeigenDWDS, 07.07.2025

Etymologie

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
gerinnen · Gerinnsel
gerinnen Vb. ‘flockig, klumpig, fest werden’ (von kolloidalen Lösungen, besonders von Milch, Blut), ahd. girinnan ‘(zusammen)fließen, gerinnen, erstarren’ (8. Jh.), unpersönlich mit Genitiv ‘ausreichen’ (9. Jh.), mhd. gerinnen ‘gerinnen, laufen, abstammen’, asächs. girinnan ‘gerinnen’ (mnd. nur rinnen), got. garinnan ‘zusammenkommen, erreichen’ sind Präfixbildungen zu dem unter rinnen (s. d.) behandelten Verb, die teilweise noch die ursprüngliche Bedeutung ‘zusammen’ des Präfixes germ. *ga- (s. ge-) erkennen lassen (daneben resultatives got. garinnan ‘durch Laufen erreichen’). – Gerinnsel n. ‘Klümpchen geronnener Flüssigkeit’ (Anfang 19. Jh.); zuvor ‘die Milchgerinnung bewirkendes Ferment, Lab’ (16. Jh.) wie früher bezeugtes mnd. rinsel und das von den Formen von rennen (s. d.) abgeleitete ahd. rennisal ‘Lab’ (Hs. 12. Jh.). In neuerer Zeit (19./20. Jh.) wird Gerinnsel auch in gleichem Sinne wie Rinnsal (s. rinnen) verwendet; zum Suffix s. -sal, -sel.

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Bedeutungsverwandte Ausdrücke

klumpen · schlickern · stocken  ●  (von Milch) gerinnen landschaftlich
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›gerinnen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›gerinnen‹.

Legende: Adjektive Substantive Verben

Verwendungsbeispiele für ›gerinnen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sogar das Blut lag noch in geronnenen Klumpen auf den eingesalzenen Häuten. [Die Zeit, 22.12.1972]
Die zu einer großen Zahl geronnene Leistung hilft jedoch bei der Bewertung des Aufbaus Ost kaum weiter. [Süddeutsche Zeitung, 31.12.1999]
Und der Hörer ist hingerissen von soviel zur Schönheit geronnenem Grauen. [Süddeutsche Zeitung, 18.06.1998]
Rot und dunkel breitete sich geronnenes Blut über das Pflaster. [Aichinger, Ilse: Die größere Hoffnung, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1966 [1948], S. 214]
Allerdings handelt es sich nur um eine formlose Masse geronnener oder durch Rütteln zum Gerinnen gebrachter Milch. [Bauer, Hans: Tisch und Tafel in alten Zeiten, Leipzig: Koehler & Amelang 1967, S. 80]
Zitationshilfe
„gerinnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/gerinnen>, abgerufen am 22.10.2026.

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