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Pramac Racing

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Pramac Racing
Name MotoGP:
Prima Pramac Yamaha MotoGP

Moto2:
Blu Cru Pramac Yamaha Moto2
Unternehmenssitz Casole d’Elsa, Italien
Teamchef Paolo Campinoti, Gino Borsoi (Manager)
Fahrer MotoGP:
#7 Toprak Razgatlioglu
#43 Jack Miller
Moto2:
#28 Izan Guevara
#54 Alberto Fernandez
Motorrad MotoGP:
Yamaha YZR-M1
Moto2:
Boscoscuro B-26
Statistik
Erster Grand Prix Großer Preis von Malaysia 1999
Gefahrene Rennen
Team-WM
Fahrer-WM
Rennsiege
Pole Positions
Schnellste Runden
Punkte

Pramac Racing ist ein italienisches Motorsportteam, das in der MotoGP-Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft startet und vom ehemaligen spanischen Motorradrennfahrer Luis d’Antin gegründet wurde.

Das Team war lange Jahre unter dem Namen Antena 3 Yamaha D’Antin bekannt, von 2005 bis 2012 mit einer Unterbrechung in 2008 startete es als Pramac D’Antin MotoGP, benannt nach dem Hauptsponsor und Mitbesitzer Pramac, einem italienischen Industrieunternehmen, das unter anderem Geräte zur Stromerzeugung herstellt. In der Saison 2008 hieß das Team Alice Team, da die Telecom-Italia-Tochter Alice der Hauptsponsor war.

Im Jahr 1999 gründete Luis D’Antin das Team, mit dem spanischen Telekommunikationsunternehmen Antena 3 fand er sofort einen potenten Sponsor, der das Team bis Ende 2002 unterstützen sollte. Man startete in der Saison 1999 in der 250-cm³-Klasse der Motorrad-WM mit Yamaha-Maschinen und den beiden Spaniern Fonsi Nieto und David García als Piloten.

Zur Saison 2000 stieg das Team in die 500-cm³-Klasse auf und konnte mit dem Japaner Norick Abe beim Grand Prix von Japan in Suzuka den bisher einzigen Sieg des Teams feiern. Abe belegte am Saisonende den achten Rang in der WM-Gesamtwertung.

In der Saison 2001 startete das D’Antin MotoGP mit dem Spanier José Luis Cardoso als zweitem Fahrer neben Abe, der in dieser Saison den siebten WM-Rang erreichte.

Zur Saison 2002 wurde die 500-cm³-Klasse zur MotoGP-Klasse und das D’Antin Team startete mit unveränderter Fahrerbesetzung. Norick Abe fuhr konstant unter die besten zehn und belegte am Saisonende den sechsten Platz der Fahrerwertung. Im selben Jahr begann auch die Geschichte Pramacs mit Tetsuya Harada als Fahrer.

In der Saison 2003 setzte D’Antin erstmals Yamaha-Viertakter ein. Pilot in diesem Jahr war der Japaner Shin’ya Nakano, der zwar in jedem Saisonlauf punkten konnte, aber keine Podiumsplatzierung einfuhr und die Saison auf dem zehnten Platz der WM abschloss.

Zur Saison 2004 wechselte das Team auf Ducati und setzte das Werks-Motorrad aus dem Vorjahr ein, mit dem Loris Capirossi einen WM-Lauf gewonnen hatte. Als Fahrer wurde der Brite Neil Hodgson, der im Vorjahr auf Ducati Superbike-Weltmeister geworden war, und der Spanier Rubén Xaus ins Team gelotst. Das Highlight der Saison war ein dritter Platz von Xaus beim Grand Prix von Katar in Losail. Während des Jahres kam das Team jedoch in finanzielle Schwierigkeiten. Nachdem man mit dem potentiellen Sponsor VISA aussichtsreiche Verhandlungen geführt hatte und sogar schon einige Rennen in den Farben des Unternehmens bestritten hatte, zog sich dieses zurück und man fand während der Saison keinen anderen Hauptsponsor.

Die Saison 2005, welche die erste nach der Fusion zwischen Pramac und D’Antin war, bestritt man wieder nur mit einem Fahrer, dem Italiener Roberto Rolfo. Aufgrund der Zahlungsschwierigkeiten im vorangegangenen Jahr bekam man von Michelin keine Rennreifen mehr geliefert und musste mit dem unterlegenen Material von Dunlop vorliebnehmen, wodurch Rolfo häufig nur auf hinteren Plätzen landete.

Auch in der Saison 2006 startete das Team wieder auf Ducati und bekam mit der Desmosedici GP6 ein Motorrad geliefert, das der aktuellen Werksmaschine technisch nahezu ebenbürtig war. Die beiden Piloten Alex Hofmann und José Luis Cardoso hatten jedoch wiederum oft mit dem unterlegenen Reifenmaterial von Dunlop zu kämpfen und zählten häufig nur zu den Hinterbänklern.

Für die Saison 2007 war man im Team sehr optimistisch, da man die brandneue Desmosedici GP7 einsetzte, die nach dem neuen Reglement nur noch 800 cm³ statt 990 cm³ Hubraum hatte. An der Seite von Alex Hofmann fuhr der brasilianische Routinier Alex Barros, der aus der Superbike-WM zurückkehrte. Außerdem startete das Team 2007 auf Bridgestone-Reifen, die 2006 immerhin vier Grand-Prix-Siege einfahren konnten und hatte so das gleiche Paket wie das Werksteam zur Verfügung, in dem der Australier Casey Stoner sich überlegen den WM-Titel sicherte. Während Alex Barros die Rennen regelmäßig unter den besten zehn beendete und in Italien sogar einen Podestplatz einfahren konnte, hatte Alex Hofmann weniger Glück. In Laguna Seca wurde er schuldlos in einen Unfall mit Sylvain Guintoli verwickelt, bei dem er sich schwer an der linken Hand verletzte. Nach seiner Rückkehr wurde er wegen fehlender Motivation entlassen, seinen Platz im Team bekam Chaz Davies.

In der Saison 2008 fuhren der Franzose Sylvain Guintoli und der Spanier Toni Elías für das Team, das als Alice-Team antrat. Es setzte weiterhin Ducati-Motorrädern mit Bridgestone-Reifen ein. Elías beendete in der Saison zwei Rennen auf Podestplatzierungen. Beim Großen Preis von Tschechien fuhr er auf den zweiten Platz und beim Großen Preis von San Marino wurde er Dritter. Guintoli erreichte keine Podestplatzierungen und beendete die Saison auf den 13. Rang hinter seinem Teamkollegen.

2009 verpflichtete das wieder unter Pramac Racing antretende Team die beiden Fahrer Mika Kallio und Niccolò Canepa. Beide verfehlten in der Saison Podestplatzierungen und fuhren auf die Ränge 15 und 16 in der Saisonwertung. Im späteren Saisonverlauf engagierte das Team Michel Fabrizio, der als Ersatzfahrer ein Rennen bestritt. Zum Ende der Saison fuhr Aleix Espargaró vier Rennen für das Team, da Canepa an drei Rennläufen nicht teilnehmen konnte.

In der folgenden Saison 2010 bestritt Kallio sein zweites Jahr bei Pramac Racing. Canepa wurde durch Espargaró ersetzt. Auch in dieser Saison konnte das Team keinen Rennerfolg für sich verbuchen. Bei den letzten beiden Rennen in Estoril und Valencia fuhr der Spanier Carlos Checa für den aus dem Team ausgeschiedenen Mika Kallio.

Im nächsten Jahr startete das Team mit den neuen Fahrern Randy De Puniet und Loris Capirossi. Beide beendeten die Saison 2011 ohne Podesterfolge auf den Rängen 16 und 17. Beim Großen Preis von Japan fuhr der Australier Damian Cudlin für den verletzten Capirossi ohne jedoch in die Punkteränge zu gelangen.

2012 verpflichtete das Team mit Héctor Barberá nur einen Fahrer für die Saison, der trotz einer Verletzung an drei nicht teilgenommenen Rennen mit dem 11. Platz in der Saisonwertung das beste Teamergebnis nach fünf Jahren erzielte. Als Ersatzfahrer für Barberá fuhr Toni Elías drei Rennläufe und sicherte sich 10 Punkte. Mit insgesamt 93 Punkten wurde das Team Achter in der Teamwertung.

2020 startete man mit den gleichen Fahrern Miller und Bagnaia. Schon früh wurde der Wechsel von beiden Fahrern ins Ducati-Werksteam verkündet. Durch die COVID-19-Pandemie startete die Saison erst Mitte Juli, zahlreiche Rennen mussten abgesagt werden. Bagnaia stürzte in Tschechien und wurde durch Ersatzfahrer Michele Pirro bei beiden folgenden Rennen auf dem Red Bull Ring vertreten. Bagnaia konnte einige Rennen nicht beenden und wurde nur 16. Miller war konstanter und belegte Rang sieben.

Zur Saison 2021 kamen mit Johann Zarco und Jorge Martín zwei neue Fahrer ins Team. Während Martín als Rookie in die MotoGP-Klasse einstieg, kam Zarco vom Ducati-Schwesterteam Esponsorama Racing. Martín verletzte sich beim Portugal-GP schwer und musste die folgenden Rennen auslassen. Er feierte beim Großen Preis der Steiermark auf dem Red Bull Ring seinen ersten Sieg in der MotoGP-Klasse. Zu Saisonende belegten beide Piloten einen Platz unter den ersten Zehn. Zarco wurde Fünfter, Martín beendete seine erste Saison auf Rang neun und gewann die Rookie-of-the-Year-Wertung als bestplatzierter Neueinsteiger.

Für 2022 änderte sich an der Fahrerpaarung nichts. Die neue Ducati Desmosedici GP22 erwies sich im Verlauf der Saison als Ducatis größter Erfolg in den letzten Jahren. Werksfahrer Bagnaia holte sukzessive Punkte auf. Pramac mit seinen Fahrern kam mit der neuen Maschine zunächst nicht zurecht. Martín stürzte anfangs regelmäßig, Zarco hatte Mühe konstante Ergebnisse zu erreichen. Zwar waren Podestplätze oft möglich und der Grundspeed war bei beiden Fahrern vorhanden, jedoch war die hausinterne Konkurrenz in Form vom Werksteam, sowie von Gresini-Fahrer Enea Bastianini stark. Für beide Fahrer waren je zwei zweite Plätze die jeweils besten Ergebnisse. Zarco landete auf WM-Rang acht, Martín einen Platz dahinter. Martín wurde bei der Wahl des zweiten Werksfahrer nicht gewählt, sodass er für zwei weitere Jahre bei Pramac unterzeichnete. Ducati hatte Bastianini den Vorzug gegeben.

Zur Saison 2023 blieb die Fahrerpaarung erneut gleich. Man profitierte von der deutlich verbesserten Desmosedici und Martín konnte bis zuletzt um den WM-Titel kämpfen. Martín hielt den WM-Kampf bis zum letzten Rennen offen, musste jedoch durch einen Sturz alle Cancen begraben. Er wurde daher Vizeweltmeister. Zudem feierte Johann Zarco beim Großen Preis von Australien seinen ersten MotoGP-Sieg. Das Team wurde jedoch aufgrund der guten Leistungen beider Fahrer als erstes Privatteam Weltmeister in der Teamwertung.

In der Saison 2024 kam Franco Morbidelli von Yamaha, der Johann Zarco ersetzte, nachdem dieser sich zu einem Wechsel zu LCR-Honda entschieden hatte. Man bestritt die Saison auf baugleichen Ducati Desmosedici. Den Kampf um den Titel machten Jorge Martín und Francesco Bagnaia aus dem Ducati-Werksteam unter sich aus. Martín gelang es schließlich als erstem Privatfahrer in der MotoGP-Ära den WM-Titel zu gewinnen. Obwohl Martín nur drei Grand Prix gewann, während Bagnaia elf gewinnen konnte, war Martín über die Saison der konstantere Fahrer. Vor allem in den Samstags ausgetragenen Sprintrennen über die halbe Distanz war er der klar bessere Fahrer und entschied darüber die WM für sich. Martin sollte zur Saison 2025 zu Aprilia Racing wechseln, da Ducati ihn bei der Verpflichtung der Werksfahrer für das folgende Jahr überging und stattdessen Marc Márquez aus dem Gresini-Kundenteam verpflichtet hatte. Diese Entscheidung war einer der Gründe warum Pramac sich für den Wechsel zu Yamaha entschied, obwohl Ducati technisch weiterhin das wesentlich konkurrenzfähigere Paket anzubieten hatte.

Zweites Yamaha-Team (seit 2025)

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Ab der Saison 2025 setzt das Team auf Motorräder aus dem Hause Yamaha, nachdem man das Team im Vorjahr aus dem Ducati-Lager zu einem Wechsel überzeugen konnte. Es fungiert als zweites Werksteam und erhält identisch Motorräder. Fahrer sind Miguel Oliveira, der zuvor für Aprilia fuhr und Jack Miller, kommend von KTM. Die Saison verlief für das Team aufgrund des unterlegenen Materials enttäuschend. Man wurde letzter in der Teamwertung.

Für die Saison 2026 verpflichtete man Toprak Razgatlıoğlu, der als amtierender Superbike-Weltmeister von BMW zu Pramac wechselte. Oliveira musste dafür seinen Platz räumen, er fand bei BMW in der Superbike-WM ein neuen Arbeitgeber.

(Stand: Saisonende 2012)

SaisonKlasseMotorradStartnummerFahrerRennenSiegePodienPunkteWM-Platz
1999250 cm³Yamaha10Spanien Fonsi Nieto16––1023.
15 David García15––429.
2000500 cm³Yamaha6Japan Norick Abe16131478.
2001500 cm³Yamaha YZR 5006Japan Norick Abe16–11377.
10Spanien José Luis Cardoso16––4516.
2002MotoGPYamaha6Japan Norick Abe15––1296.
20 Pere Riba6––427.
30Spanien José Luis Cardoso6––923.
2003MotoGPYamaha YZR-M156Japan Shin’ya Nakano16––10110.
2004MotoGPDucati Desmosedici GP311Spanien Rubén Xaus16––7711.
50Vereinigtes Königreich Neil Hodgson16–13817.
2005MotoGPDucati Desmosedici GP444Italien Roberto Rolfo17––2518.
2006MotoGPDucati Desmosedici GP622 Ivan Silva3––023.
30Spanien José Luis Cardoso17––1020.
66Deutschland Alex Hofmann14––3017.
2007MotoGPDucati Desmosedici GP74 Alex Barros18–111510.
22 Iván Silva1––––
57Vereinigtes Königreich Chaz Davies4––––
66 Alex Hofmann12––6513.
72Japan Shin’ichi Itō1––126.
2008MotoGPDucati Desmosedici GP824Spanien Toni Elías18–29212.
50Frankreich Sylvain Guintoli18––6713.
2009MotoGPDucati Desmosedici GP936 Mika Kallio13–15415.
44Spanien Aleix Espargaró4––1618.
84Italien Michel Fabrizio1––––
88Italien Niccolò Canepa14––3816.
2010MotoGPDucati Desmosedici GP1036 Mika Kallio16––4317.
44Spanien Aleix Espargaró18––6514.
71Spanien Carlos Checa2––121.
2011MotoGPDucati Desmosedici GP116Australien Damian Cudlin1––––
14Frankreich Randy De Puniet15––4916.
65Italien Loris Capirossi13––4317.
2012MotoGPDucati Desmosedici GP128Spanien Héctor Barberá15––8311.
24Spanien Toni Elías3––1024.

Team-WM-Ergebnisse

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D’Antin MotoGP (2002–2004)

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Pramac Racing (2002 & 2003)

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Pramac d’Antin bzw. Alice Team & Pramac Racing (seit 2005)

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MotoE World Cup

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Grand-Prix-Siege

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D’Antin
SaisonKlasseRennen
2000500 cm³Japan
Pramac
SaisonKlasseRennen
2021MotoESpanien
MotoGP
2023Deutschland Japan Australien
2024Portugal Frankreich
Commons: Pramac Racing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien