Niersbach
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
| ||
| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 56′ N, 6° 45′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Bernkastel-Wittlich | |
| Verbandsgemeinde: | Wittlich-Land | |
| Höhe: | 280 m ü. NHN | |
| Fläche: | 12,85 km² | |
| Einwohner: | 712 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 55 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 54518 | |
| Vorwahlen: | 06508, 06575 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WIL, BKS | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 2 31 504 | |
| LOCODE: | DE NIX | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Kurfürstenstraße 1 54516 Wittlich | |
| Website: | www.niersbach-greverath.de | |
| Ortsbürgermeister: | Christian Döhr | |
| Lage der Ortsgemeinde Niersbach im Landkreis Bernkastel-Wittlich | ||
Niersbach in der Eifel ist eine Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Niersbach liegt in der Westeifel. Zur Gemeinde gehören die beiden Ortsteile Niersbach und Greverath sowie die Wohnplätze Obere Mühle, Untere Mühle und Wenzelhausen.[2]
Nachbarorte von Niersbach sind die Ortsgemeinden Arenrath im Norden, Bruch im Nordosten, Gladbach im Osten, Heidweiler im Süden sowie die bereits zum Eifelkreis Bitburg-Prüm gehörenden Ortsgemeinden Orenhofen im Südwesten und Herforst im Westen.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Niersbach wurde erstmals 1473 als Nydersbach urkundlich erwähnt.
Landesherrlich gehörten Niersbach und Greverath bis Ende des 18. Jahrhunderts zum Herzogtum Luxemburg und war Teil der Herrschaft Bruch.
Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg gehörte, besetzt und im Oktober 1795 annektiert. Von 1795 bis 1814 gehörten beide Orte zum Kanton Dudeldorf im Departement der Wälder.[3]
Im Jahr 1815 wurde das ehemals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Damit kamen die Gemeinden Niersbach und Greverath 1816 zum Kreis Wittlich im Regierungsbezirk Trier in der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die 1822 in der preußischen Rheinprovinz aufging.
Als Folge des Ersten Weltkriegs war die gesamte Region dem französischen Abschnitt der Alliierten Rheinlandbesetzung zugeordnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die beiden Orte innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.
Die heutige Gemeinde wurde am 10. Juni 1979 aus den aufgelösten Gemeinden Niersbach und Greverath neu gebildet.[4]
- Bevölkerungsentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Niersbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]
|
|
|
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat in Niersbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat:
| Wahl | FWG a | WGD b | WGBr c | WGBe d | WGK e | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2024 | 3 | 9 | – | – | – | 12 Sitze[6] |
| 2019 | 3 | – | 9 | – | – | 12 Sitze[7] |
| 2014 | 2 | – | – | 6 | 4 | 12 Sitze[8] |
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Christian Döhr wurde am 4. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Niersbach.[9] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war er als einziger Bewerber mit einem Stimmenanteil von 80,4 % für fünf Jahre gewählt worden.[10]
Döhrs Vorgänger Hans-Josef Weirich hatte das Amt im November 2016 übernommen.[11] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit 57,42 % der Stimmen in seinem Amt bestätigt worden.[12] Zuvor war Stephan Becker bis zu seiner Amtsniederlegung im Juni 2016 Ortsbürgermeister von Niersbach.[11]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „In Silber über grünem Wellenschildfuß eine blaue Töpferscheibe, beseitet von je einer roten Flamme, darüber ein blauer Topf.“[13] | |
| Wappenbegründung: Die Farben Rot und Silber erinnern an die Kurfürstliche Herrschaft Trier. Töpferscheibe und Tongefäß und rote Flammen gelten als Symbol des Töpferhandwerks, das seit frühester Zeit bis in unsere Tage in Niersbach betrieben wird. Der grüne Wellenschildfuß steht für Land- und Forstwirtschaft im Raume Niersbach-Greverath. |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Katholische Kirche St. Bernhard von 1793 in Niersbach[14]
- Katholische Kirche St. Hubertus von 1860 in Greverath[15][16]
- Hüttenbrennen am ersten Sonntag der Fastenzeit (sogenannter Scheef-Sonntag)[17]
- Durch Niersbach/Greverath führt der prämierte Wanderweg Eifelsteig; Partner-Wanderweg Meulenwaldroute[18][19]
- Töpferbrunnen (Ortskern Niersbach),
- Martinsbrunnen (zwischen Greverath und Heidweiler) vom Wittlicher Bildhauer Hanns Scherl
- Mineralquelle Dreesbrunnen (Niersbach, Ortsausgang Mühlenstraße Richtung Bruch)
- Historische Dorfschmiede in Greverath
- Wegekapelle (Ehrenmal) am Ortsausgang Richtung Arenrath
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Niersbach
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Niersbach liegt an der Landesstraße 49, von der in Niersbach die Kreisstraße 42 und südöstlich von Greverath die Kreisstraße 37 abzweigen.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Niersbach auf der Website der Verbandsgemeinde Wittlich-Land
- Zur Ortsgemeinde Niersbach gibt es Einträge in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier.
- Kurzporträt über Greverath bei SWR Fernsehen
- Linkkatalog zum Thema Niersbach bei curlie.org (ehemals DMOZ)
- Literatur über Niersbach in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand 31. Dezember 2025 von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2026. S. 92 (PDF; 1,9 MB).
- ↑ Statistisch-topographische Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier. Hetzrodt 1818, S. 48 (Google Books).
- ↑ Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 174 (PDF; 2,8 MB).
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 7. Januar 2021.
- ↑ Niersbach, Gemeinderatswahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Niersbach. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 27. Juni 2026.
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen: Niersbach ( vom 23. Oktober 2019 im Internet Archive)
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen: Niersbach ( vom 26. Juli 2014 im Internet Archive)
- ↑ Christian Döhr (Ortsbürgermeister): Konstituierende Sitzung des Gemeinderates Niersbach vom 04.07.2024. In: Mein Wittlich.Land, Ausgabe 30/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 27. Juni 2026.
- ↑ Niersbach, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 27. Juni 2026.
- 1 2 Josef Weirich ist neuer Ortsbürgermeister von Niersbach. In: Trierischer Volksfreund. 24. November 2016, abgerufen am 21. Januar 2021 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Wittlich-Land, Verbandsgemeinde, letzte Ergebniszeile. Abgerufen am 21. Januar 2021.
- ↑ Wappen der Gemeinde Niersbach. Eintrag in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier, abgerufen am 1. März 2017.
- ↑ Sehenswürdigkeiten in Niersbach & Greverath. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 2. März 2017; abgerufen am 1. März 2017.
- ↑ Sankt Hubertus. Eintrag in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier, abgerufen am 27. April 2022.
- ↑ Sankt Hubertus – Fenster. Eintrag in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier, abgerufen am 27. April 2022.
- ↑ Hüttenbrennen in der Eifel. Abgerufen am 1. Mai 2016.
- ↑ Wanderroute Meulenwald. Abgerufen am 1. März 2017.
- ↑ Wanderroute Eifelsteig. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 2. März 2017; abgerufen am 1. März 2017.

