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James Edward Meade

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James Edward Meade

James Edward Meade (* 23. Juni 1907 in Swanage; † 22. Dezember 1995 in Cambridge) war ein britischer Ökonom. Zusammen mit Bertil Gotthard Ohlin erhielt er 1977 den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften für ihren wegweisenden Beitrag zur Theorie der internationalen Handels- und Kapitalbewegungen.[1]

Von 1931 bis 1937 war Meade Dozent für Volkswirtschaft am Hertford College in Oxford. Von 1937 bis 1939 war er für den Völkerbund in Genf tätig. In den Jahren 1947 bis 1957 war er Professor für Handelsrecht an der London School of Economics. Von 1957 bis 1974 war er Professor für Politische Ökonomie an der University of Cambridge. Seit 1951 war er Mitglied (Fellow) der British Academy. 1966 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt, 1981 in die National Academy of Sciences.

Meade war einer der führenden Pioniere auf dem Gebiet der internationalen Makrotheorie und der internationalen Wirtschaftspolitik. Er beschäftigte sich mit den Stabilitätskriterien für den Außenhandel in offenen Volkswirtschaften. Schwankungen der Wechselkurse führen aufgrund von Veränderungen der Exporte und Importe zu Beeinflussungen der betrachteten Wirtschaft. Untersucht wurde, welche außenhandelsbedingten Effekte in Kombination mit inländischen wirtschaftspolitischen Maßnahmen zu welchen Veränderungen führen und wie man diese Steuern kann.[2] Für diese Beiträge wurde ihm der Nobelpreis zuerkannt, besonderer Bedeutung kommt hierbei sein Werk The Theory of International Economic Policy zu.[3] Ein besonderes Interesse kam der Vollbeschäftigung bei ausgeglichenem Außenhandel zu. Im Zuge seiner Forschung verbesserte Meade die Systematik der Zahlungsbilanz und erweiterte diese um Kapitalströme. Diese Bemühungen reüssierten in einer präziseren Darstellung der Struktur und des Umfangs des Außenhandels. Meade vertrat die Meinung, dass der effektivste Weg, um das Sozialprodukt zu erhöhen, der freie Markt sei. Jedoch plädierte er für die Verteilung der generierten Gewinne eben nicht dem freien Markt zu überlassen. Staatseingriffe sollten korrigierend unvollkommenen Märkten entgegenwirken und unerwünschte soziale Situationen vermeiden. Durch etwa Monopole werden effiziente Ergebnisse verhindert, soziale Härte und Realisierung von Interessen einzelner weniger sind das Ergebnis. Durch Meades und Ohlins Beiträge avancierte sich die Außenhandelstheorie zu einem zentralen Forschungsbereich der Wirtschaftswissenschaften.[2] Dies geschah nicht zuletzt aufgrund der in den 1960er und -70er Jahren zunehmenden Internationalisierung der globalen Wirtschaft.[3]

Er war als Berater für die britische Labour Party tätig und in der Sozialdemokratischen Partei (SDP) engagiert. In seinen Beratungstätigkeiten empfahl Meade stärkere Besteuerung des Konsums und eine steuerliche Entlastung des Faktors Arbeit. Er setzte sich für die Schaffung einer internationalen Oberaufsicht des Welthandels ein.

Veröffentlichungen (Auswahl)

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  • The economic basis of a durable peace. Allen & Unwin, London 1940.
  • The theory of international economic policy. Zwei Teile. Oxford University Press, Oxford 1951/1955 (u. spätere Aufl.)
  • The theory of customs unions. North-Holland, Amsterdam 1955.
  • An introduction to economic analysis and policy. 2. Aufl. Oxford University Press, Oxford 1955.
  • Probleme nationaler und internationaler Wirtschaftsordnung. Mohr, Tübingen 1955.
  • The geometry of international trade. 2. Aufl. Allen & Unwin, London 1956.
  • The Neo-classical theory of economic growth. Allen & Unwin, London 1961.
  • Großbritannien als Partner der EWG. Aussichten und Bedingungen eines Beitritts. Knapp, Frankfurt/M. 1962.
  • (mit H. H. Liesner u. Sidney J. Wells): Case studies in european economic union. The mechanis of integration. Oxford University Press, London 1962.
  • Principles of political economy. Vier Bände. Allen & Unwin, London 1965–1976.
  • Die stationäre Wirtschaft. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1971, ISBN 3-462-00819-6.
  • The intelligent radical's guide to economic policy. The mixed economy. Allen & Unwin, London 1975, ISBN 0-04-330256-4.
  • Wage-fixing (= Stagflation, Bd. 1). Allen & Unwin, London 1982, ISBN 0-04-339024-2.
  • The collected papers of James Meade. Ed. by Susan Howson. Vier Bände. Unwin Hyman, London 1988–1990.
  • Full employment regained? An Agathotopian dream. Cambridge University Press, Cambridge 1995, ISBN 0-521-55327-X.

Einzelnachweise

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  1. ↑ The Sveriges Riksbank Prize in Economic Sciences in Memory of Alfred Nobel 1977, Nobelprize.org (Englisch)
  2. 1 2 Brockhaus (2001), S. 744 f.
  3. 1 2 Press release. Nobel Prize Outreach, abgerufen am 18. Dezember 2020.