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Cormery

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Cormery
Cormery (Frankreich)
Cormery (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Centre-Val de Loire
Département (Nr.) Indre-et-Loire (37)
Arrondissement Loches
Kanton Bléré
Gemeindeverband Loches Sud Touraine
Koordinaten 47° 16′ N,  50′ OKoordinaten: 47° 16′ N,  50′ O
Höhe 57–94 m
Fläche 6,07 km²
Einwohner 1.905 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 314 Einw./km²
Postleitzahl 37320
INSEE-Code
Website https://www.cormery.fr/

Ehemaliges Kloster und Marienkapelle

Cormery [kɔʁ.mə.ʁi]  ist eine französische Gemeinde mit 1905 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Indre-et-Loire in der Region Centre-Val de Loire. Sie gehört zum Arrondissement Loches und zum Kanton Bléré.

Die Gemeinde Cormery liegt an der Indre, etwa zwölf Kilometer südöstlich von Tours.

Geschichte und Bevölkerungsentwicklung

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Die elektronische Datenbank "Regnum Francorum online" (RFO) enthält 26 schriftliche Quellen für die Entwicklung des Ortes, der meist "Cormaricum" genannt wird. Sie beginnen mit der Gründung eines Benediktinerklosters Saint-Paul im Jahr 791 durch den Abt des nahegelegenen Martinsklosters in Tours (RFO Cormery 001 = 1. Eintrag im "Cartulaire de Cormery). Karl der Große förderte auch die Blüte dieses Klosters, indem er ihm im Jahr 800 Zollfreiheit gewährte (MGH DD Karoli I., 192). In den Folgejahren erhielt das Kloster zahlreiche Schenkungen (z. B. RFO bm 0518, 0629, 0967). In einer Schenkungsurkunde von 837 wird auch der Neubau des Klosters erwähnt (RFO bm 0967): Karl II. (auch "Karl der Kahle" genannt), neuer westfränkischer König, förderte das Kloster mehrfach durch Bestätigung seiner Privilegien und weitere Güterschenkungen (z. B. RFO D_Charles_II, 020, 060, 131, 136, 226, 284). Von den Äbten des Klosters sind nicht alle namentlich bekannt. Ithier (der Gründungsabt und Abt von St.Martin in Tours) und Alkuin (der zweite Abt) waren enge Vertraute Karls des Großen. Ihnen folgten Fredegis, Audacher und weitere, bis das Kloster 1790 in den Wirren der Revolution aufgehoben und die restlichen Mönche vertrieben wurden. Die Gebäude wurden verkauft und teilweise abgebrochen. Zwischen 1908 und 1933 wurden sie alle unter Denkmalschutz gestellt. Seit 1878 hat Cormery einen Bahnhof an der Strecke Tours-Loches-Chateauroux, Die Strecke wird teils von Zügen, teils von Bussen bedient. Nach der Kapitulation der französischen Armee vor der deutschen Wehrmacht befahl Hitler am 25.6.1940 die Teilung Frankreichs: Tours und Cormery gehörten nun zur von deutschen Truppen besetzten Nordzone, zwischen Cormery und Loches (unbesetzte Südzone) verlief die Demarkationslinie, an der alle Passanten kontrolliert wurden. Das blieb so bis zum Rückzug der Wehrmacht aus der Touraine am 1.9.1944. Männer der "Résistance" übernahmen die Kontrolle.

Jahr19621968197519821990199920072018
Einwohner9281032110611691323154216431784

Cormery hat einen Bahnhalt an der Bahnstrecke Joué-lès-Tours–Châteauroux, der im Regionalverkehr von Zügen des Transport express régional bedient wird.

Sehenswürdigkeiten

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  • Ruine der Klostergebäude aus dem 11. bis 15. Jahrhundert der 791 gegründeten Benediktiner-Abtei Saint-Paul de Cormery, als Monument historique unter Denkmalschutz[1]
  • Marienkapelle (Chapelle de la Vierge), 15. Jahrhundert, Monument historique
  • Totenleuchte, 12. Jahrhundert, Monument historique seit 1920[2]
  • Église Notre-Dame-de-Fougeray de Cormery aus dem 12. Jahrhundert, Monument historique seit 1912[3]
  • Logis de l’Aumonier, 15. Jahrhundert
  • Le Patrimoine des Communes d’Indre-et-Loire. Flohic Editions, Band 1, Paris 2001, ISBN 2-84234-115-5, S. 293–300.
Commons: Cormery – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Monuments historiques: Abbaye de Cormery
  2. Monuments historiques: Lanterne des Morts
  3. Monuments historiques: Église Notre-Dame-de-Fougeray