Rudolf Eisler

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Erklrung

Erklrung: 1)- Definition (s. d.). So sind nach PLATNER Erklrungen wrtliche Ausdrcke passender deutlicher Begriffe (Phil. Aphor. I, 535). Es gibt empirische und philosophische ...

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Einheit

Einheit ist ein Fundamentalbegriff, der aus der Reflexion auf die verbindend-zerlegende Ttigkeit des Bewutseins, des Ich entspringt. Das Ich (s. d.) ist die Quelle aller Einheitsbegriffe, ...

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Empfindung

Empfindung (aisthsis, pathos, sensio, sensatio; sensation, impression, feeling (engl.); sensation (fr.): 1) im weiteren Sinne = unmittelbares Erleben, Fhlen, Gewahrwerden; 2) im engeren, ...

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Empfindung

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Husserl, Fechner, Wundt, Mill

Nach O. SCHNEIDER ist Empfindung der rein subjektive Zustand des durch Sinnesreize erregten Innewerdens (Transzendentalpsychol. S. 39). BERGMANN sieht in der Empfindung das letzte Element, welches die ...

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Herbart, Helmholtz, Hartmann

Nach HERBART enthlt jede Empfindung eine absolute Position (s. d.), einen Hinweis auf das Seiende (Met. II, S. 90). Die Empfindung ist eine einfache Vorstellung (s. d.). Sie ist eine ...

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Kant, Schelling, Hegel, Lotze

Nach KANT ist die Empfindung die Wirkung eines Gegenstandes auf die Vorstellungsfhigkeit, sofern wir von demselben affiziert werden (Kr. d. r. Vern. S. 48). Eine Perzeption, die sich lediglich auf ...

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Augustinus, Descartes, Hobbes

In der antiken Philosophie besteht noch keine scharfe Unterscheidung zwischen Empfindung und (Sinnes-)Wahrnehmung (s. d.). Nach AUGUSTINUS ist die Empfindung passio corporis ...

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Gesetz der Konstanz der Energie

Das Gesetz der Konstanz der Energie hat seine Vorlufer in dem Gesetz der Erhaltung der Materie (Bewegung) und der Kraft. ARISTOTELES spricht von einer Erhaltung des Ganzen bei Vernderung der Teile (oite ...

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Energie

Energie (energeia): Wirksamkeit, Bettigungskraft, Arbeitsfhigkeit, Arbeit. Die physikalische Energie ist die Fhigkeit, Arbeit zu leisten, die Wirkungsfhigkeit der Masse; sie ist ...

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Energie

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Erfahrung

Erfahrung (Empirie) bedeutet im allgemeinsten Sinne des Wortes jedes Vorfinden, Erleben von Inhalten irgend welcher Art, jedes Aufnehmen eines Inhalts, jedes Perzipieren einer ...

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Erfahrung

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Lange, Spencer, Wundt, Mach

Bei den neueren Kantianern wird das a priori (s. d.) der Erfahrung betont, teils mit mehr rationalistischer Frbung (O. LIEBMANN, COHEN, NATORP u. a), teils mehr empiristisch. ...

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Hume, Kant, Fichte, Hegel

HUME fragt weniger, woraus die Erfahrung entsteht, als woraus sie besteht nach ihrem Gehalt (RIEHL, Zur Einf. in d. Philos. S. 87). Die Erfahrung beruht auf Gewohnheit, ihr Prinzip ist ein Glaube ...

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Antike, Scholastik, Neuzeit

Bei den antiken Philosophen herrscht vielfach eine Bevorzugung des (spekulativen) Denkens vor der Erfahrung. So bei den Eleaten, welche geradezu das Erfahrungswissen fr ein Scheinwissen ...

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Wundt, Mach, Nietzsche, Stein

Nach WUNDT ist Erkennen ein Denken mit dem sich die berzeugung der Wirklichkeit der Gedankeninhalte verbindet (Syst. d. Philos.2, S. 85). Ursprnglich gilt alles Denken als Erkennen, ist das Erkennen ...

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Fichte, Schelling, Hegel, Husserl

J. G. FICHTE leitet alle Erkenntnis aus der Ttigkeit des Ich (s. d.) ab. Dieses produziert Form und Stoff der Erkenntnis und macht sich sein Producieren stufenweise bewut, zum objektiven Inhalt. So auch ...

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Kant, Fries, Schulze, Jacobi

KANT findet in aller Erkenntnis zwei Faktoren: Form (s. d.) und Stoff des Erkennens. Die Formen des Erkennens sind das Apriori (s. d.), die Subjektiv- notwendige Bedingung ...

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Descartes, Spinoza, Leibniz

Der Rationalismus (s. d.) nimmt berempirische Prinzipien, des Erkennens an. Die Notwendigkeit der Erkenntnis stammt aus der Vernunft. Nach DESCARTES ist Klarheit und Deutlichkeit das Kriterium wahrer ...

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Augustinus, Thomas, Cusanus

Nach AUGUSTINUS beruht jede Erkenntnis auf einem Glauben, einer Willenszustimmung. Das Wissen ist das Begreifen der Objekte in ihrer Notwendigkeit (De lib. arbitr. I, 7; II, 31). BOTHIUS unterscheidet ...

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Erkenntnis

Erkenntnis (logisch) ist die Bestimmung der Merkmale (Eigenschaften, Krfte, Beziehungen) eines Seienden, ein Denken (Urteil), dessen Inhalt objektiv, allgemeingltig ist. Durch den und im Erkenntnisakt ...

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Heraklit, Platon, Aristoteles

Die Erkenntnis des Gleichen durch das Gleiche (im Subjekte) behaupten schon die Upanishads. So auch PYTHAGORAS (hypo tou homoiou to homoion katalambanesthai pephyken, Sext. Empir. adv. ...

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Erkenntnis

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Beck, Fichte, Schelling, Hegel

Nach BECK sind Erscheinungen die Objekte unserer Erkenntnis, die auf uns wirken und Empfindungen in uns hervorbringen (Erl. Ausz. III, 159). Was nach Wegfall aller Intelligenzen von der Auenwelt noch ...

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Erscheinung

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Ethik

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Erscheinung

Erscheinung (Phnomen): 1) im weiteren Sinne so viel wie Apparenz, Vorkommen im Bewutsein, Auftreten eines Etwas fr das Ich; 2) im engeren Sinne (als Gegensatz zur Wirklichkeit An-sich, s. d.): ...

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Demokrit, Platon, Hume, Kant

DEMOKRIT sieht in den sinnlichen Eigenschaften der Dinge (Farben, Tne, Gerche, Geschmcke, Wrme) Erscheinungen, Wirkungen der Atomeigenschaften auf die Seele (s. Atom, Qualitt). ...

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Bentham, Mill, Wundt, Brentano

Den neueren Utilitarismus (s. d.) begrndet J. BENTHAM. Nach ihm ist die Ethik the art of directing men's actions to the production of the greatest possible quantity of happiness, on ...

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Platon, Aristoteles, Kant, Fichte

In den Sprchen der sieben Weisen beschrnkt sich das Ethische auf einfache Lebensregeln, Klugheitsmaximen. Die Pythagoreer wenden den Ma- und Harmoniebegriff (s. d.) auch auf das Handeln des ...

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Ethik

Ethik (thik ethica, philosophia moralis bei SENECA, philosophia practica, moral philosophy, Sittenlehre zuerst bei MOSHEIM) heit die Wissenschaft vom Sittlichen, d.h. vom sittlichen ...

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Emotion

Emotion: Gemtsbewegung (s. d.). Die Emotionen (emotions, engl.) umfassen hhere Gefhle, Affekte, Leidenschaften u. dgl. (vgl. DESCARTES Princ. philos. IV, 190; HUME (Of ...

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Enge des Bewutseins

Enge des Bewutseins (narrowness of the consciousness): ein von LOCKE stammender (Ess. II, ch. 10, 2) Ausdruck fr die Beschrnktheit des Bewutseins auf eine geringe Zahl gleichzeitiger gesonderter ...

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B

B.  Bedeutungswandel s. Sprache.        Bedingten, Princip des (principle, law of conditioned), lautet nach HAMILTON: alles Begreifliche im Denken ...

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Bocardo

Bocardo ist der fnfte Modus der dritten Schlufigur (s. d.): Obersatz besonders verneinend (o), Untersatz allgemein bejahend (a), Folgerung besonders verneinend (o). ...

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Buridans Esel

Buridans Esel s. Willensfreiheit. Der Esel des Buridan (in Buridans Schriften wird er nicht erwhnt), der, zwischen zwei gleichen Heubndeln in der Mitte stehend, verhungern ...

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Bildungstrieb

Bildungstrieb (nisus formativus) ist nach BLUMENBACH die auf Gestaltung und Ausbildung des Organismus und seiner Organe gerichtete innere Tendenz der organisierten Materie. Er besteht aus dem ...

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Beziehungsbegriffe

Beziehungsbegriffe sind Begriffe, die Beziehungen, Relationen (s. d.) zum Inhalte haben. Nach DROBISCH entstehen sie durch eine Synthese der einzelnen Glieder, die einen Begriff ...

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Beziehungen

Beziehungen, Methode der, dient nach HERBART der philosophischen Bearbeitung der Begriffe. Sie sucht die Beziehungspunkte oder notwendigen Ergnzungsbegriffe auf, durch welche die Widersprche ...

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Bewutseinsenge

Bewutseinsenge (narrowness of consciousness) nennt LOCKE die Beschrnkung des jeweiligen Bewutseins auf wenige Inhalte (Ess. II, ch. 10, 2). Spter hat man in verschiedener Weise den Umfang ...

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Beweis

Beweis (apodeixis, argumentatio, probatio) ist die Darlegung der Prmissen, aus denen ein Urteil (Beweissatz, Thesis) als notwendige Folgerung, als Behauptung, der das Denken sich nicht entziehen ...

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Bewegungsvorstellung

Bewegungsvorstellung ist die Vorstellung eigener oder fremder Bewegung. Mit ihr ist eine mehr oder weniger starke Tendenz zur Ausfhrung der Bewegung verbunden (vgl. STRICKER, Stud. b. d. Wortvorst.). ...

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Bewegungsempfindungen

Bewegungsempfindungen (kinsthetische Empfindungen) sind die an die (aktive und passive) Ausfhrung von Bewegungen der Krperteile geknpften Haut-, Muskel-, Sehnen- und Gelenkempfindungen in ihrer ...

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Bestimmtheit

Bestimmtheit = Sicherheit, Gewiheit (s. d.), dann Geformtsein, Geordnetsein, Gesetzlichkeit, durch Begriffe, Ideen nach PLATO, durch Kategorien (s. d.) nach ...

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Bestimmung

Bestimmung, logisch = Setzen einer Bestimmtheit (s. d.); metaphysisch, psychologisch = Bedingtheit des Geschehens, des Handelns, des Willens. Vgl. Determination, Pr...

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Besonnenheit

Besonnenheit (sphrosyn, auch Mahalten, Enthaltsamkeit) ist die Eigenschaft oder Tugend des besonnenen Handelns, d.h. des vollbewuten, vernnftigen, berlegten, mit Bedacht auf die Folgen ...

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Beseelt

Beseelt (empsychos, animatus) ist alles, was seelischer Regungen fhig ist, was auf uere Reize in triebhafter, mehr als mechanischer Weise zu antworten vermag. Vgl. Panpsychismus, ...

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Beruhigung

Beruhigung ist nach R. AVENARIUS sowohl der Ausgangs- als der Endpunkt einer Vitalreihe (s. d.). H. CORNELIUS: Das Ungewohnte ist uns jedesmal zugleich ein Befremdliches, Beunruhigendes. ...

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Beschreibung

Beschreibung (Deskription) ist die vollstndige oder doch zureichende, geordnete Aufzhlung der charakteristischen Merkmale einer Sache. Die Beschreibung mu eindeutig, exakt sein. Die

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