Lebhaftigkeit ist ein Merkmal der primär erregten Bewußtseinsvorgänge, besonders der Wahrnehmung, wodurch sie sich von den reproduzierten Vorstellungen unterscheiden. - Nach LEIBNIZ ist die Lebhaftigkeit eines Phänomens eines der Kennzeichen seiner Realität (Erdm. p. 442 f.). Nach HUME: ist der Grad der Lebhaftigkeit ŧforce, vivacity, vigour, livelinessŦ) der einzige Unterschied zwischen den ŧimpressionsŦ (s. d.) und ŧideasŦ (s. d.) (Treat. I, sct. 1; III, sct. 7). Lebhaftigkeit eignet auch dem ŧGlaubenŦ (s. Belief.). VOLKMANN erklärt: ŧNennen wir die der Vorstellungsqualität aus ihrer Betonung in der Empfindung... entspringende Eigentümlichkeit deren Lebhaftigkeit, so können wir kurz den Mangel oder die Herabsetzung der Lebhaftigkeit als das Kriterium der Reproduktion der Empfindung gegenüber bezeichnenŦ (Lehrb. d. Psychol. II4, 475). Vgl. Reproduktion.