Theosophie
Theosophie (gr. theosophia von theos = Gott und sophia = Weisheit), eigtl. Gottes-Weisheit, heiÃt diejenige religiÃķse Richtung, welche durch die Innigkeit ihrer religiÃķsen GefÞhle zur mystischen Vereinigung mit Gott und zu einer unmittelbaren Erkenntnis seines Wesens gelangen zu kÃķnnen meint. Von der Theologie unterscheidet sie sich dadurch, daà sie die Erkenntnis Gottes nicht auf dem Wege des vermittelten Erkennens, sondern durch die Intuition, d.h. durch die Phantasie und das GefÞhl, anstrebt. Sie ist eine Art der Mystik (s. d.). Ihre Erzeugnisse, wenn auch voll tiefsinniger Ideen, sind mehr Bilder als Begriffe, mehr Ahnungen als Erkenntnisse; vieles in ihr muà als krause Phantastik bezeichnet werden. Theosophisch war der Neuplatonismus und die Gnosis; Theosophen waren Kaspar Schwenckfeld (âĒ 1561), Val. Weigel (âĒ 1588), Jak. BÃķhme (âĒ 1624), St. Martin (âĒ1804) und Frz. v. Baader (âĒ 1841).

























