Evolution
Evolution (franz. evolution) heiÃt Entwicklung. Fortschritt. HauptsÃĪchlich versteht man darunter die stufenmÃĪÃige Entwicklung der organischen Natur. (Siehe Darwinismus). Herbert Spencer (1820-1904) hat das Evolutionsgesetz zum leitenden Grundgedanken seines gesamten philosophischen Systems gemacht. Das Wesen der Evolution besteht nach seiner ErklÃĪrung, in einer Vereinigung des Stoffes (integration of matter) und der Ausbreitung der Bewegung (dissipation of motion), wobei der Stoff eine sich steigernde Differenzierung und Gliederung erhÃĪlt. Der entgegengesetzte Vorgang ist der der Dissolution. Spencer ÞbertrÃĪgt das Evolutionsgesetz auch von â der Natur auf die Seele und auf gesellschaftliche und ethische VerhÃĪltnisse der Menschheit. Er wendet es auf die Entstehung der Welten, des Lebens, des Gedankens, der Wissenschaft, Kunst, Zivilisation usw. an, bei den Problemen der Soziologie allerdings nicht ohne Zwang. Als VorgÃĪnger Spencers kÃķnnen Leibniz, Herder u. a. gelten. (H. Spencer, System of synthetic philosophy seit 1860. Th. Ribot, la psychologie anglaise contemporaine 1875, S. 160-247.) Vgl. Fortschritt.

























