Erscheinung
Erscheinung (gr. phainomenon) heiÃt jeder Gegenstand, sofern er von den Sinnen aufgefaÃt wird. Die Erscheinung darf also nicht mit dem Schein verwechselt werden, welchem nichts Wirkliches auÃerhalb unseres Geistes entspricht. Da aber nicht die Dinge selbst in unser BewuÃtsein eintreten, sondern nur ihre sinnlichen Abbilder, so ist die ganze Welt, in der wir uns bewegen, zunÃĪchst nur Erscheinung. Jede Erscheinung deutet aber auf ein Sein hin. Das Hauptresultat der Kantischen in der Kritik der reinen Vernunft gegebenen Erkenntnistheorie ist, daà dasjenige, was nicht Erscheinung ist, kein Gegenstand der Erfahrung sein kann, daà wir also die Dinge nicht erkennen, wie sie sind, sondern nur, wie sie uns erscheinen. Hierin besteht Kants PhÃĪnomenalismus. (Kant, Kr. d. r. V., S. 246). Vgl. [Ding an sich](ding an sich), PhÃĪnomen, PhÃĪnomenalismus. In einem anderen Sinne heiÃt Erscheinung s. a. Vision, Illusion oder Halluzination (s. d.). Â

























