Safaricom
| Safaricom PLC | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | KE1000001402 |
| Gründung | 1997 |
| Sitz | Nairobi, |
| Leitung | Peter Ndegwa (CEO) |
| Mitarbeiterzahl | 6.616 (2026) |
| Umsatz | 388,7 Mrd. KES (2025/26) |
| Branche | Telekommunikation |
| Website | https://www.safaricom.co.ke/ |
Safaricom ist ein kenianisches Telekommunikationsunternehmen mit Sitz in Nairobi. Das Unternehmen ist hauptsächlich bekannt für die Anwendung M-Pesa, ein 2007 eingeführtes System für die Abwicklung von grundlegenden Funktionen des Geldtransfers und des bargeldlosen Zahlungsverkehrs über Mobiltelefone ohne die Notwendigkeit eines regulären Bankkontos. Safaricom ist an der Nairobi Securities Exchange gelistet. Hauptaktionäre sind Vodafone Kenya Limited (39,9 %), der Staat Kenia (35,0 %) sowie weitere Anteilseigner.[1] Zum Ende des Geschäftsjahres 2025/26 zählte die Unternehmensgruppe 71,6 Millionen aktive Kunden, davon 57,9 Millionen in Kenia und 13,6 Millionen in Äthiopien, und ist damit das größte Telekommunikationsunternehmen Kenias sowie eines der größten in Afrika.[2]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Safaricom wurde 1997 als eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Telkom Kenya gegründet. Im Mai 2000 erwarb die britische Vodafone Group PLC einen Anteil von 40 % und die Managementverantwortung für das Unternehmen. Safaricom führte im Mai 2000 den Kipokezi-Dienst ein, der es seinen Abonnenten ermöglichte, E-Mails und Online-Chats über normale Mobiltelefone zu senden und zu empfangen. Der Dienst erfordert keine Internetverbindung, da er die Handset Initiation-Technologie von ForgetMeNot Africa nutzt. Vor der Einführung des Dienstes hatte weniger als einer von zehn Kenianern Zugang zum Internet, aber mit der Einführung von Kipokezi konnte mehr als ein Drittel der Bevölkerung E-Mails und Online-Chat-Nachrichten austauschen.
2007 führte Safaricom gemeinsam mit Vodafone den mobilen Bezahldienst M-Pesa ein. Das System entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zum erfolgreichsten Geschäftsbereich des Unternehmens und ermöglichte Millionen Menschen in Kenia erstmals den Zugang zu grundlegenden Finanzdienstleistungen. Anschließend wurde M-Pesa schrittweise auch in weiteren Ländern eingeführt. Heute ist der Dienst offiziell in Kenia, Tansania, Mosambik, Lesotho, Ghana, der Demokratischen Republik Kongo und Äthiopien verfügbar. Im Geschäftsjahr 2025/26 verarbeitete M-Pesa allein in Kenia 46,41 Milliarden Transaktionen mit einem Gesamtwert von 41,68 Billionen Kenia-Schilling (rund 320 Milliarden US-Dollar). Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer lag bei 40,99 Millionen, die Umsätze aus M-Pesa erreichten 182,7 Milliarden Kenia-Schilling und machten 45,6 % der Serviceumsätze von Safaricom in Kenia aus. In Äthiopien, wo M-Pesa 2023 eingeführt wurde, nutzten Ende des Geschäftsjahres 2025/26 bereits 5,2 Millionen Kunden den Dienst.[3][4]
Im Jahr 2008 brachte die kenianische Regierung 25 % der Anteile von Safaricom an die Nairobi Securities Exchange.[5] 2012 führte das Unternehmen gemeinsam mit der Commercial Bank of Africa den mobilen Bankdienst M-Shwari ein.[6] In den folgenden Jahren baute Safaricom seine Marktführerschaft in Kenia weiter aus und expandierte 2022 nach Äthiopien. Dort startete 2023 auch M-Pesa. Zum Ende des Geschäftsjahres 2025/26 zählte die Unternehmensgruppe 71,6 Millionen aktive Kunden in Kenia und Äthiopien und erwirtschaftete einen Umsatz von 388,7 Milliarden Kenia-Schilling.[7][8]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Website von Safaricom (englisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Integrated Annual Report 2026. (PDF) Safaricom PLC, 2026, S. 279, abgerufen am 24. Juli 2026 (englisch).
- ↑ Annual Report and Financial Statements 2026. (PDF) Safaricom PLC, 2026, S. 18, 29, abgerufen am 24. Juli 2026 (englisch).
- ↑ Annual Report and Financial Statements 2026. (PDF) Safaricom PLC, 2026, S. 18, 55, abgerufen am 24. Juli 2026 (englisch).
- ↑ Safaricom Ethiopia records 130.9% service revenue growth in FY26. Safaricom Ethiopia PLC, 23. Mai 2026, abgerufen am 24. Juli 2026 (englisch).
- ↑ Integrated Annual Report 2026. (PDF) Safaricom PLC, 2026, S. 279, abgerufen am 24. Juli 2026 (englisch).
- ↑ Annual Report and Financial Statements 2026. (PDF) Safaricom PLC, 2026, S. 20, abgerufen am 24. Juli 2026 (englisch).
- ↑ Annual Report and Financial Statements 2026. (PDF) Safaricom PLC, 2026, S. 18–20, 29, abgerufen am 24. Juli 2026 (englisch).
- ↑ Safaricom Ethiopia records 130.9% service revenue growth in FY26. Safaricom Ethiopia PLC, 23. Mai 2026, abgerufen am 24. Juli 2026 (englisch).