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Lángos

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Lángos (traditionelle Variante mit deftiger Auflage aus Sauerrahm und geriebenem Käse)

Lángos (ungarisch Flamme, [ˈlaːŋɡoʃ], eingedeutscht: Langosch) ist eine Spezialität der ungarischen Küche.

Frittieren von Lángos
Lángos-Imbissstand in Frankfurt

Lángos wird aus Brotteig herstellt – üblicherweise aus Teig für Weißbrot.[1][2] Nach alter Tradition wurde beim Brotbacken etwas Teig für Lángos abgezweigt, der zu einer flachen Scheibe ausgezogen und durch die Zugabe von Sauerrahm verfeinert wurde. Man schob ihn im Ofen nahe an die Öffnung, da eine kurze Backzeit ausreichte und er sich von dort aus leichter wieder entnehmen ließ.[2][1] Heute wird Lángos meist in Öl frittiert.[3]

Lángos wird vor allem als Zwischenmahlzeit serviert sowie in Imbissen als Snack angeboten. Er wird auch häufig auf Volksfesten angeboten[4]. Lángos ist in Österreich, Ungarn, Rumänien, der Slowakei, Tschechien, der West-Ukraine, Polen und Serbien besonders beliebt. In Albanien wird die dortige Variante Petulla genannt. In der einfachsten Form besteht er aus einem Fladen aus Hefeteig, der in Fett gebacken wird.

Nach dem Ausbacken kann Lángos mit Knoblauchwasser oder -öl eingepinselt und gesalzen werden.[3] Etwas reichhaltigere Varianten sind mit Sauerrahm, Krautsalat (káposztás lángos)[3] oder Schafskäse oder – „Magyaros“, auf ungarische Art – mit Letscho belegt, einer Mischung aus geschmorten Zwiebeln, Paprika und Tomaten.

Außerdem wird Lángos, vor allem in westlichen Ländern, auch als Süßspeise mit Puderzucker oder Fruchtaufstrich gegessen.

In den Nachfolgestaaten der Tschechoslowakei wird Langoš (tschechisch/slowakisch) auch mit Ketchup, Knoblauch und geriebenem Käse serviert.

Weitere in Österreich bekannte Varianten sind beispielsweise der Debrecziner-Langos, eine mit Hefeteig überbackene Debrecziner, und der Bauernlangos, der in der Hefeteigtasche Schinken und Käse hat.

  • Peter Meleghy: Ungarisch kochen. Gerichte und ihre Geschichte. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2006, ISBN 3-89533-521-5.
  • Ilona Horváth: Ungarische Küche. 133 traditionelle Rezepte. Könemann, Köln 1996, ISBN 3-89508-245-7.
Commons: Lángos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Maria Floris: The International Wine and Food Society's Guide to Bakery: Cakes and Simple Confectionery. The Society, 1970, S. 41.
  2. 1 2 Iván Balassa, Gyula Ortutay: Hungarian Ethnography and Folklore. Corvina Kiadó, 1984, ISBN 978-963-13-0922-5, S. 291.
  3. 1 2 3 Nicholas Parsons: Hungary: A Cultural and Historical Guide. Novotrade Kiadó, 1990, ISBN 978-963-585-072-3, S. 163.
  4. Deftiger Klassiker: Machen Sie Langos einfach selbst. 22. Oktober 2021, abgerufen am 24. März 2026.