Lan Na



Lan Na (Thai āļĨāđāļēāļāļāļē, Land der Millionen (Reis-)Felder, eigentlich Lan Na Thai oder Lannathai) war ein KÃķnigreich (oder eine FÃķderation von abhÃĪngigen FÞrstentÞmern) der Tai Yuan in Nord-Thailand. Sein Zentrum war das heutige Chiang Mai.
Lan Na wurde vermutlich im 13. Jahrhundert gegrÞndet und erlebte seine BlÞtezeit im 15. Jahrhundert. Auf dem HÃķhepunkt seiner Macht gehÃķrten zu seinem Einflussbereich auch Gebiete, die heute in der sÞdchinesischen Provinz Yunnan, im Nordosten Myanmars und in Laos liegen. 1558 geriet es in AbhÃĪngigkeit von Birma. WÃĪhrend des 17. Jahrhunderts wechselten mehrfach Phasen der UnabhÃĪngigkeit mit solchen der Oberhoheit Birmas oder Ayutthayas.
1774 geriet Lan Na endgÞltig unter die SuzerÃĪnitÃĪt von Siam, dem heutigen Thailand. Es blieb aber noch bis 1874 weitgehend autonom. Dann entsandte Bangkok einen Hochkommissar nach Chiang Mai, der zunÃĪchst nur eine beratende Funktion hatte, in den folgenden Jahren aber nach und nach die Entscheidungsfreiheit der lokalen Elite beschnitt. Die Integration in den siamesischen Zentralstaat kulminierte 1899 mit der Schaffung des Monthon Phayap. Der nur noch zeremonielle Titel des FÞrsten von Chiang Mai wurde 1939 nicht mehr vergeben.
Lan Na hatte eine eigene Sprache und Schrift. Seine BevÃķlkerung wurde bis ins 19. Jahrhundert entweder als eigene Ethnie (Yuan) oder als Lao betrachtet, nicht aber als eigentliche Siamesen. Bis heute gibt es kulturelle, sprachliche und politische Unterschiede zu Zentralthailand.
Legenden der FrÞhzeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Legende nach wurde 638 (oder 650) eine Gottheit auf dem Berg Doi Tung (Amphoe Chiang Saen, Provinz Chiang Rai) geboren, die man Luachonkarat (Lavacakrarat) nannte und der "erste SouverÃĪn der Laoten war".[1] In dem um 700 errichteten Chedi auf dem Doi Tung sollen sich Reliquien des Buddha befinden. GemÃĪà lokalen Chroniken grÞndete Khun Borom die Stadt Muong Theng (heute Mang Thin bei Dien Bien Phu in Vietnam) und seine SÃķhne grÞndeten anschlieÃend die bedeutenden StÃĪdte Xieng Khuang (auf der Ebene der SteinkrÞge in Laos, im Jahr 698), Luang Phrabang (die Hauptstadt des Reiches Lan Chang, 737) sowie Chiang Saen (773).
Prinz Singhonawat, der GrÞnder von Chiang Saen, soll dort mit 100.000 Menschen angekommen sein und die Khmer von dort verdrÃĪngt haben. Da ihm angeblich eine Naga namens Bandhu zur Seite gestanden hatte, wurde die erste Hauptstadt verschiedentlich Yonokanagara, Yonoka Nagabandhunagara oder Bandhusinghanati Nagara genannt. Yonok kÃķnnte sogar bereits eher existiert haben und wurde dann Jayasena oder Siam Ban (Vien Siam) genannt. Ein solches Reich hatte 625 eine Botschaftsdelegation an den Tang-Herrscher in China gesandt.
Die Chroniken berichten weiter, dass im 9. Jahrhundert KÃķnig Brahmakumara (Brahmakuman) die Khmer aus dem Norden vertrieben haben soll. Wahrscheinlich waren nicht sehr viele Khmer im Norden des heutigen Thailands, wenn man von den heutigen Verwandten, den Lawa, absieht. Es gab allerdings Angriffe der Khom, wahrscheinlich auf Chiang Tung (Keng Tung), und diese konnten Chiang Saen zwischen 1080 und 1099 beherrschen.
Bereits vorher beeinflussten geotektonische VorgÃĪnge den Lauf der Geschichte im Norden des heutigen Thailand und Laos. WÃĪhrend der Regierungszeit von KÃķnig Mahachai sorgte ein groÃes Erdbeben fÞr das Entstehen eines grÃķÃeren Sees zwischen dem Mekong und dem Kok-Fluss, der sich auch Þber die Gegend des heutigen Chiang Saen erstreckte und ein paar hundert Jahre anhielt. Ein VorgÃĪnger des spÃĪteren GrÞnders von Lan Na baute Nagabandhunagara um das Jahr 937 wieder auf, allerdings etwas nÃķrdlich des Mekong, und nannte die neue Siedlung Ngoen Yang.[2] Die Ruinen des heutigen Chiang Saen kÃķnnen allerdings nur bis in die Zeit von Mangrai zurÞckverfolgt werden.
Chinesische Chroniken wiederum berichten von KÃķnig Piao Zhen (oder Bazhen), der 1180 Jinglong grÞndete, das spÃĪter wohl Cheli und dann Chiang Rung hieÃ.[3] Aber auch diese Quellen sind der Legende zuzuordnen, als man dort von mehr als 8 Millionen Einwohnern und 9.000 WeiÃen Elefanten spricht. Der Kaiser auf dem chinesischen Himmelsthron proklamierte Bazhen zum KÃķnig Þber Jiujiang, ein Gebiet, das Lanna, Mengjia und Manglao einschloss (Lanna, Nanzhang oder Yingzhan sowie Laos). Die Geschichte des Khun Borom scheint sich hier wiederholt zu haben, denn die vier SÃķhne Bazhens herrschten Þber vier wichtige Reiche und grÞndeten neue Dynastien: Lanna, Menjia, Menglao und Jinglong. Dabei wird eine Stadt Wen Chan oder Vien Chang erwÃĪhnt, die an das heutige Vientiane erinnert.
Historisch belegbare Ereignisse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]GrÞndung und BlÞtezeit
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Lan Na wurde durch KÃķnig Mangrai im 13. Jahrhundert gegrÞndet. Er erweiterte sein Einflussgebiet, indem er im SÞden die Mon und die Dvaravati-FÞrsten um Lampang und Lamphun zurÞckdrÃĪngte. 1262 grÞndete er eine neue Stadt und benannte sie nach sich selbst Chiang Rai, die zugleich seine neue Hauptstadt wurde. Er konnte binnen kurzer Zeit zahlreiche Mueang (Stadtstaaten oder FÞrstentÞmer) im Norden unter seiner FÞhrung vereinigen und annektierte 1292 sogar das Mon-KÃķnigreich Hariphunchai (die Gegend um das heutige Lamphun). 1296 verlegte er seine Hauptstadt mit Hilfe von Ngam Mueang von Phayao und Ramkhamhaeng von Sukhothai in den SÞden nach Chiang Mai und legte gleichzeitig die Basis fÞr ein neues KÃķnigreich, nachdem er seinen Vater als AnfÞhrer des Stadtstaates Ngoen Yang beerbt hatte.
Die goldene Zeit Lan Nas war im 15. Jahrhundert wÃĪhrend der Regierung von KÃķnig Tilokarat (1441â1487). Unter diesem KÃķnig wurde 1477 der achte buddhistische Kongress in Chiang Mai abgehalten, der zum besseren VerstÃĪndnis der Schriften beitragen sollte. Das unabhÃĪngige KÃķnigreich Nan der Tai Lue wurde 1449 in Lan Na integriert. Nachdem sich das Thai-KÃķnigreich Ayutthaya Sukhothai einverleibt hatte, ging es weiter nach Norden vor und verwickelte auch Lan Na in KÃĪmpfe.
Birmanische Oberherrschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Infolge seiner Lage zwischen den oft im Streit liegenden Reichen von Birma und Siam befand sich Lan Na auch spÃĪter in stÃĪndigen Konflikten mit seinen Nachbarn, wurde mal von dem einen, mal von dem anderen beherrscht (Mandala-Modell). Zu Beginn des 16. Jahrhunderts gab es erste interne Konflikte in Lan Na, die sich nach dem Tode von KÃķnig Phraya Kaeo noch verschlimmerten. Thronfolgekriege brachen auf, KÃķnige wurden meuchlings ermordet oder mussten abdanken. Diese politische InstabilitÃĪt rief die Nachbarn auf den Plan, die auf eine Gelegenheit zur Invasion warteten. Zuerst ergriffen die Birmanen die Initiative und eroberten 1558 schlieÃlich das KÃķnigreich, das daraufhin ein Vasall Birmas wurde und somit seine UnabhÃĪngigkeit verlor. Das KÃķnigreich zerfiel in der Folge in die alten Stadtstaaten (Mueang), u. a. Nan, Phayao, Phrae und Khelang, die mehr oder weniger unabhÃĪngig agieren konnten, weil die Birmanen interne Streitigkeiten hatten. Nachdem die Dynastie Mangrais 1578 ausgestorben war, sandten die Birmanen eigene Prinzen als FÞhrer von Lan Na. Sie behielten bis zum Jahr 1774 die Macht in Lan Na, kurze Perioden ausgeschlossen, doch konnten sie nicht verhindern, dass sich einige Mueangs unabhÃĪngig erklÃĪrten:
- Nan (1595)
- Chiang Rai (1600)
- Lampang (1614)
- Chiang Khong (1624)
Ayutthaya wurde ebenfalls von den Birmanen erobert, konnte sich aber unter KÃķnig Naresuan dem GroÃen wieder unabhÃĪngig machen und nicht nur sein Territorium zurÞckerobern, sondern weitere Gebiete dazugewinnen. 1599 wurde schlieÃlich auch Lan Na Teil des KÃķnigreiches von Ayutthaya, allerdings nur fÞr kurze Zeit. Auch die Eroberung Chiang Mais durch KÃķnig Narai den GroÃen 1662 blieb nur von kurzer Dauer. Anfang des 17. Jahrhunderts teilten die Birmanen Lan Na in einen nÃķrdlichen und einen sÞdlichen Teil auf. Der nÃķrdliche Teil wurde von Chiang Saen beherrscht, wÃĪhrend der sÞdliche von Chiang Mai aus gefÞhrt wurde. Chiang Saen war praktisch von Birma annektiert, wÃĪhrend der sÞdliche Teil als Vasall gehalten wurde.
Siamesische Oberherrschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nachdem Ayutthaya 1767 von den Birmanen vollstÃĪndig zerstÃķrt worden war, trieb KÃķnig Taksin sie erneut aus dem siamesischen Reich hinaus. AnschlieÃend unterstÞtzte er den FÞhrer von Chiang Mai, Phraya Chaban, und den KÃķnig von Lampang, Kawila, bei der Vertreibung der Birmanen. In der Nacht zum 14. Februar 1774 fiel Chiang Mai endgÞltig an die Siamesen. Die spÃĪteren Lan Na-KÃķnige waren nur noch ProvinzfÞrsten. Chaban regierte als erster FÞrst-Gouverneur von Chiang Mai, und Kawila wurde der erste FÞrst-Gouverneur von Lampang. Die weiteren FÞrstentÞmer auf dem Gebiet Lan Nas waren Nan, Phrae und Lamphun. Chiang Mai war jedoch weiterhin das bedeutendste und hatte eine Vorrangstellung gegenÞber den anderen nÃķrdlichen FÞrstentÞmern.
In dem schalenfÃķrmigen Modell gestufter Einflussnahme der Zentralgewalt in Bangkok wÃĪhrend der frÞhen Rattanakosin-Zeit (ab 1782) hatten Chiang Mai und Nan einen hohen, wenn auch nicht den hÃķchsten Grad an Autonomie. Sie mussten recht hohen Tribut entrichten, Soldaten und ArbeitskrÃĪfte fÞr Ãķffentliche Bauprojekte stellen. Teilweise waren sie durch Heiratspolitik mit der siamesischen KÃķnigsfamilie verbunden. Die Einflussnahme Bangkoks in interne Angelegenheiten blieb jedoch sporadisch.[4] 1870 nahm der siamesische Reichsverweser Chaophraya Si Suriyawong allerdings maÃgeblichen Einfluss auf die Thronfolge in Chiang Mai, indem er den Bangkok freundlicher gesinnten Chao Inthanon (oder Inthawichayanon) gegen seinen Bruder durchsetzte, der eigentlich der logische Nachfolger gewesen wÃĪre.[5]
Nach dem zweiten Anglo-Birmanischen Krieg von 1852/53 war Birma britische Kolonie geworden. Zunehmend betrachtete GroÃbritannien auch die Shan-Staaten und das angrenzende Chiang Mai als seine erweiterte EinflusssphÃĪre. Lan Na war vor allem aufgrund der Teakholzgewinnung wirtschaftlich interessant. Am 17. Januar 1874 schlossen Siam und GroÃbritannien einen ersten Vertrag Þber Chiang Mai, in dem sich Bangkok verpflichtete, die Grenze zwischen Lan Na und Britisch-Birma zu sichern, und fÞr die Einhaltung der Konzessionen an britische Teakhandelsgesellschaften garantierte. Dieser Vertrag war auch der Grund fÞr die Entsendung eines Hochkommissars des siamesischen KÃķnigs nach Chiang Mai, der Þber die Einhaltung der Verpflichtungen wachen sollte. Bangkok intervenierte weiterhin nicht direkt in innere Angelegenheiten, verstand sich jedoch als oberste Kontrollinstanz. KÃķnig Rama V. (Chulalongkorn) schrieb 1883 an seinen Hochkommissar Phraya Ratchasampharakon:
âWir betrachten Chiang Mai noch nicht als eigentlichen Bestandteil unseres KÃķnigreichs; denn es ist bis jetzt noch ein Vasallenstaat [im Original: prathetsarat]. So planten wir auch nie die Entmachtung der herrschenden Dynastie und die Abschaffung des Status als Vasallenstaat. Wir mÃķchten lediglich die wirkliche Macht ausÞben.â
Integration in den thailÃĪndischen Staat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 3. September 1883 schlossen GroÃbritannien und Siam einen zweiten Vertrag Þber Chiang Mai. Durch diesen wurde ein Konsulargericht geschaffen, das fÞr Rechtsstreitigkeiten unter Beteiligung britischer Untertanen zustÃĪndig war, die auf dem Gebiet von Chiang Mai, Lampang und Lamphun Handel trieben. Diese wurden dadurch der einheimischen Rechtsprechung entzogen, was die Rechtssicherheit fÞr sie erhÃķhte und ihre kaufmÃĪnnische TÃĪtigkeit erleichterte. Dem Konsulargericht stand ein britischer Vizekonsul in Chiang Mai vor, die Þbrigen Richter waren Thai. Infolge des Vertrages Þbernahm Siam die Justiz- und Finanzhoheit Þber den Norden. Dazu richtete es einen sechskÃķpfigen Ministerrat ein (eine Nachbildung des siamesischen Kabinetts), der zunÃĪchst neben (aber nicht anstelle) der traditionellen lokalen Herrscher regierte. Die sechs Minister waren nordthailÃĪndische Aristokraten, tatsÃĪchlich mÃĪchtiger waren aber ihre jeweils zugeordneten siamesischen âStellvertreterâ. Von Chiang Mai aus wurde die immer stÃĪrkere siamesische Einflussnahme auch auf die abgelegeneren FÞrstentÞmer Phrae und Nan ausgedehnt. Die Herrschaft zentralthailÃĪndischer Eliten Þber das einst autonome Lan Na wird von manchen Autoren als âinterner Kolonialismusâ bezeichnet.[7]
Einen vorlÃĪufigen Abschluss fand die Integration des Nordens in den siamesischen Zentralstaat im Jahr 1899 mit der Schaffung des Monthon Phayap[8] (bildungssprachlich fÞr âNordwestâ, von Sanskrit vÄyavya), einer dem Innenministerium in Bangkok unterstehenden und von einem Generalkommissar geleiteten Verwaltungseinheit, wie sie in den Jahren zuvor auch in allen anderen Teilen des siamesischen Herrschaftsbereichs errichtet worden waren. Es umfasste sieben Provinzen (thailÃĪndisch Changwat; Chiang Rai und Mae Hong Son wurden aus dem bisherigen FÞrstentum Chiang Mai ausgegliedert, ansonsten entsprachen die Provinzen den traditionellen FÞrstentÞmern). Der Titel des FÞrsten von Chiang Mai hatte nur noch eine zeremonielle Bedeutung. Nach dem Tod von FÞrst (Chao) Kaeo Nawarat im Jahre 1939 wurde er schlieÃlich ganz abgeschafft.
Unter der Regierung von Phibunsongkhram wurde 1939 die Thematisierung von regionalen kulturellen oder ethnischen Unterschieden innerhalb Thailands untersagt. Die Bezeichnungen âLan Naâ oder âYuanâ (fÞr seine BevÃķlkerung) durften nicht mehr verwendet werden. Thailand sollte national geeint und vereinheitlicht werden (Thaiisierung).
Dennoch lassen sich bis heute sprachliche, kulturelle und auch politische Unterschiede zu Zentralthailand konstatieren. 6 Millionen Menschen in Nordthailand sprechen die Lanna-Sprache als Muttersprache. Etwa seit der Zeit des 700. JubilÃĪums der StadtgrÞndung von Chiang Mai im Jahr 1996 kann eine verstÃĪrkte RÞckbesinnung auf die eigenstÃĪndige kulturelle Tradition beobachtet werden.[9] Die unter der Ãgide des MilitÃĪrs ausgearbeitete Verfassung wurde im Referendum 2007 in den ehemals zu Lan Na gehÃķrigen Provinzen klar abgelehnt, wÃĪhrend sie in Zentral- und SÞdthailand mit deutlicher Mehrheit angenommen wurde.[10] Der in Chiang Mai geborene ehemalige MinisterprÃĪsident Thaksin Shinawatra und seine Parteien haben hier, auch aus GrÞnden des Lokalpatriotismus, traditionell die hÃķchsten UnterstÞtzungsraten.[11]
Die KÃķnige von Lan Na
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Daten sind Regierungszeiten.
Mangrai-Dynastie
- Mangrai (Phaya Mangrai, Thai: āļāļāļēāļĄāļąāļāļĢāļēāļĒ) (regierte 1259â1317, 1296 GrÞndung Chiang Mais)
- Chai Songkhram (1317â1318)
- Saen Phu (1318â1319)
- Khruea (1319â1322)
- Nam Thuam (1322â1324)
- Saen Phu (2. Regierungszeit: 1324â1328)
- Kham Fu (1328â1336)
- Pha Yu (1336â1355)
- Kue Na (1355â1385)
- Saen Mueang Ma (1385â1401)
- Sam Fang Kaen (Phaya Sam Fang Kaen āļāļāļēāļŠāļēāļĄāļāļąāđāļāđāļāļ) (1401â1441)
- Tilokarat (Phaya oder Phrachao Tilokarat āļāļāļēāļāļīāđāļĨāļāļĢāļēāļ āļŦāļĢāļ·āļ āļāļĢāļ°āđāļāđāļēāļāļīāđāļĨāļāļĢāļēāļ) (1441â1487), âGoldenes Zeitalter Lan Nasâ
- Yot Chiang Rai (Phrachao Yotchiangrai āļāļĢāļ°āđāļāđāļēāļĒāļāļāđāļāļĩāļĒāļāļĢāļēāļĒ, auch Yot Mueang) (1487â1495)
- Phraya Kaeo oder Phra Mueang Kaeo(āļāļĢāļ°āđāļĄāļ·āļāļāđāļāđāļ§) (1495â1526)
- Ket Chettharat (Ketklao) (1526â1538)
- Thao Chai (1538â1543)
- Ket Chettharat (Ketklao) (2. Regierungszeit: 1543â1545)
- KÃķnigin Chiraprapha (1545â1546)
- Setthathirat (1546â1551)
- KÃķnigin Chiraprapha (1551)
- Mekuti (1551â1564)
- KÃķnigin Wisutthi Thewi (1564â1578)
- MarionettenkÃķnige unter burmesischer Besatzung
FÞrsten oder KÃķnige von Chiang Mai aus der Tipchang-Dynastie:
- KÃķnig Kawila (Phaya Kawila āļāļāļēāļāļēāļ§āļīāļĨāļ°) (1775â1781 in Lampang, 1781â1813)
- FÞrst Thamma Langka (1813â1821)
- FÞrst Kham Fan (1821â1825)
- FÞrst Phuttawong (1825â1846)
- KÃķnig Mahottara Prathet (Mahawong) (1846â1854)
- KÃķnig Kawilorot Suriyawong(1854â1870)
- KÃķnig Inthawichayanon (Inthanon) (1870â1897)
FÞrsten von Chiang Mai (rein zeremonieller Titel ohne politische Macht):
- FÞrst Inthawarorot Suriyawong (1897â1911)
- FÞrst Kaew Nawarat (In-Kaew) (1911â1939)
Buddhistische Literatur Lan Nas
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Buddhistische MÃķnche Lan Nas, insbesondere des 15. und 16. Jahrhunderts, schufen Literatur auf Pali. Ein Beweis fÞr die BlÞtezeit des Theravada-Buddhismus und des Pali in Lan Na ist die Abhaltung des (nach Thai-ZÃĪhlung achten) Buddhistischen Konzils (Pali SaáđgÄyana) in Chiang Mai im Jahr B.E. 2020 (ca. 1477) unter KÃķnig Tilokarat.
- Phra Phothirangsi Thera (āļāļĢāļ°āđāļāļāļīāļĢāļąāļāļŠāļĩāđāļāļĢāļ°, 15. Jh.) aus Chiang Mai verfasste im Zeitraum B.E. 1959â2060 (ca. 1407â1517) die Chamathewiwong-Chronik (Pali/Sanskrit CÄmadevÄŦvaáđÅa,[12] Thai āļāļāļĻāļēāļ§āļāļēāļĢ āļāļēāļĄāđāļāļ§āļĩāļ§āļāļĻāđ), und im geschÃĪtzten Zeitraum von B.E. 1985â2068 (ca. 1442â1525) die Sihinganithan (Pali SihiáđganidÄna, Thai āļŠāļīāļŦāļīāļāļāļāļīāļāļēāļ), die Geschichte einer wichtigen Buddhastatue bzw. ihres Weges von Sri Lanka ins heutige Thailand, auch durch Chiang Mai.
- Phra Yanakitti Thera (āļāļĢāļ°āļāļēāļāļāļīāļāļāļīāđāļāļĢāļ°, 15. Jh.) aus Chiang Mai lebte in einem Kloster nordwestlich von Chiang Mai und war der Lehrer von KÃķnig Tilokarat. Man glaubt, dass er in der Zeit zwischen B.E. 1955â2024 (ca. 1412â1481) in Sri Lanka studiert hat. Nach dem buddhistischen Konzil in Chiang Mai verfasste er ausschlieÃlich Werke auf Pali.
- Phra Sirimankhalachan (āļāļĢāļ°āļŠāļīāļĢāļīāļĄāļąāļāļāļĨāļēāļāļēāļĢāļĒāđ, Anfang 16. Jh.) schrieb die VessantaradÄŦpanÄŦ (āđāļ§āļŠāļŠāļąāļāļāļĢāļāļĩāļāļāļĩ), eine ErklÃĪrung zum Kommentar (Pali: atthakathÄ) des Vessantara-Jataka. Sein Werk SaáđkhyÄpakÄsakaáđÄŦkÄ (āļŠāļąāļāļāļĒāļēāļāļāļēāļŠāļāļāļĩāļāļē) ist ein Subkommentar (Pali áđÄŦkÄ) zum SaáđkhyÄpakÄsaka, das Phra Yanavilasa Thera (āļāļĢāļ°āļāļēāļāļ§āļīāļĨāļēāļŠāđāļāļĢāļ°) verfasste. Das bekannteste Werk Phra Sirimankhalachans ist die Maáđ galadÄŦpanÄŦ oder Maáđ galatthadÄŦpanÄŦ (āļĄāļąāļāļāļĨāļąāļāļāļāļĩāļāļāļĩ), eine ErklÃĪrung des Maáđ galasutta. Sie wurde mehrfach ins Thai Þbersetzt und gilt in der hÃķheren monastischen Pali-Ausbildung in Thailand als PflichtlektÞre. Mit seinem Werk CakkavÄáļ·adÄŦpanÄŦ (āļāļąāļāļāļ§āļēāļŽāļāļĩāļāļāļĩ) beschreibt Phra Sirimankhalachan religiÃķse Vorstellungen des Universums.
- Phra (Siri) Rattanapanya Thera (āļāļĢāļ°(āļŠāļīāļĢāļī)āļĢāļąāļāļāļāļąāļāļāļēāđāļāļĢāļ°, Anfang 16. Jh.) aus Chiang Rai, ein Zeitgenosse Phra Sirimankhalachans, stammte aus dem Geschlecht KÃķnig Mangrais. Er lebte zunÃĪchst in einem Kloster in Chiang Rai und setzte spÃĪter seine Studien in Chiang Mai im heutigen Wat Chet Yot fort. Er verfasste im Jahr B.E. 2078 (ca. 1535) ein Werk zum Abhidhamma, die MÄtikatthasarÅŦpa-AbhidhammasaáđgaáđÄŦ (āļĄāļēāļāļīāļāļąāļāļāļŠāļĢāļđāļāļāļ āļīāļāļąāļĄāļĄāļŠāļąāļāļāļāļĩ). Ein wichtiges Werk ist seine im Jahr B.E. 2060 (ca. 1517) begonnene Jinakalamali-Chronik, die er im Jahr B.E. 2071 (ca. 1528) vollendete. Sie liefert wichtige Hinweise fÞr die Erforschung der Geschichte Nordthailands, da er u. a. Ereignisse in den heutigen StÃĪdten Chiang Saen, Chiang Rai, Lamphun und Chiang Mai beschreibt.
- Phra Phutthaphukam (āļāļĢāļ°āļāļļāļāļāļāļļāļāļēāļĄ) und Phra Phutthayanachao (āļāļĢāļ°āļāļļāļāļāļāļēāļāđāļāđāļē) hinterlieÃen ihre Namen am Ende des Werkes Munlasatsana (āļĄāļđāļĨāļĻāļēāļŠāļāļē, Pali MÅŦlasÄsana), in dem sie religionshistorische Ereignisse aus verschiedenen historischen Quellen zusammentrugen und weitere historische Daten hinzufÞgten.
- Phra Suwannarangsi Thera (āļāļĢāļ°āļŠāļļāļ§āļąāļāļāļĢāļąāļāļŠāļĩāđāļāļĢāļ°) (Ende 16. Jh.) aus Chiang Mai wanderte spÃĪter nach Vientiane im heutigen Laos aus und wurde dort Oberster MÃķnchspatriarch (āļāļĢāļ°āļŠāļąāļāļāļĢāļēāļ). Im Jahr B.E. 2128 (etwa 1585) verfasste er den Subkommentar GanthÄbharaáđaáđÄŦkÄ (āļāļąāļāļāļēāļ āļĢāļāļāļĩāļāļē) zu dem burmesischen Werk GanthÄbharaáđa. SpÃĪter folgte die Pathommasamphothikatha (āļāļāļĄāļŠāļąāļĄāđāļāļāļīāļāļāļ, Pali PaáđhamasambodhigathÄ), die spÃĪter dem obersten MÃķnchspatriarchen Siams Paramanuchit Chinorot (āļāļĢāļĄāļēāļāļļāļāļīāļāļāļīāđāļāļĢāļŠ, auch Prinz Wasukri) im Jahr 1845 als Vorlage fÞr eine Thai-Fassung des Werkes diente.
- Eine Chronik namens Rattanaphimphawong (āļĢāļąāļāļāļāļīāļĄāļāļ§āļāļĻāđ, Sanskrit RatnabimbavaáđÅa) Þber die Errichtung des Phra Kaeo Morakot (āļāļĢāļ°āđāļāđāļ§āļĄāļĢāļāļ) verfasste Phra Phrommaratchapanya (āļāļĢāļ°āļāļĢāļŦāļĄāļĢāļēāļāļāļąāļāļāļē).
- Phra Uttararam Thera (āļāļĢāļ°āļāļļāļāļāļĢāļēāļĢāļēāļĄāđāļāļĢāļ°) ist der Verfasser des Werkes VisuddhimaggadÄŦpanÄŦ (āļ§āļīāļŠāļļāļāļāļīāļĄāļąāļāļāļāļĩāļāļāļĩ), einer ErlÃĪuterung des Visuddhimagga von Buddhaghosa.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Sombun Bunrit und Thawisak Thongthip (Hrsgg.) āļŠāļĄāļāļđāļĢāļāļš āļāļļāļāļĪāļāļāļīāđ, āļāļ§āļĩāļĻāļąāļāļāļīāđ āļāļāļāļāļīāļāļĒāđ (āļāļĢāļĢāļāļēāļāļīāļāļēāļĢ). Ngan wichai lae wannakam thang phraphutthasatsana (Research and Literary Works on Buddhism) āļāļēāļāļ§āļīāļāļąāļĒāđāļĨāļ°āļ§āļĢāļĢāļāļāļĢāļĢāļĄāļāļēāļāļāļļāļĩāļāļāļĻāļēāļĻāļāļē. Mahachulalongkornrajavidyalaya-UniversitÃĪt, Bangkok 2008.
- Michael Freeman: Lanna. Thailand's Northern Kingdom. Thames & Hudson, 2001.
- Volker Grabowsky: BevÃķlkerung und Staat in Lan Na. Ein Beitrag zur BevÃķlkerungsgeschichte SÞdostasiens. Harrassowitz-Verlag, Wiesbaden 2004.
- Sarassawadee Ongsakul: History of Lan Na. 2. Auflage. Silkworm Books, Chiang Mai 2005, ISBN 974-9575-84-9.
- Hans Penth: A Brief History of LÄn NÄ. In: Regions and National Integration in Thailand 1892â1992. Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 1995, ISBN 3-447-03608-7, S. 15â21.
- Hans Penth: A Brief History of LÄnnÄ. Civilizations of North Thailand. Silkworm Books, Chiang Mai 2001, ISBN 974-7551-32-2.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Dies und das folgende nach: Joel John Barlow: History of Lanna â Ancient Royals. chiangraiprovince.com ( vom 28. Februar 2016 im Internet Archive)
- â Andere Namen sind: Heranya Nakorn, Heranagara und Hiranya
- â Andere Namen sind: Jingxian, Manjianglan, Jinghong, Mengyong und Le Shi
- â David K. Wyatt: Thailand. A Short History. 2. Auflage. Silkworm Books, Chiang Mai 2004, S. 143.
- â David K. Wyatt: Thailand. 2004, S. 179.
- â Grabowsky: BevÃķlkerung und Staat in Lan Na. 2004, S. 197.
- â Peter A. Jackson: The Ambiguities of Semicolonial Power in Thailand. In: The Ambiguous Allure of the West. Traces of the Colonial in Thailand. Hong Kong University Press, Hongkong 2010, S. 45.
- â Grabowsky: BevÃķlkerung und Staat in Lan Na. 2004, S. 198.
- â Charles F. Keyes: Cultural Diversity and National Identity in Thailand In: Government policies and ethnic relations in Asia and the Pacific. MIT Press, 1997, S. 216.
- â Volker Grabowsky: Kleine Geschichte Thailands. C.H. Beck, MÞnchen 2010, ISBN 978-3-406-60129-3, S. 189â190.
- â Volker Grabowsky: Kleine Geschichte Thailands. 2010, S. 192.
- â Umschriften nach dem International Alphabet of Sanskrit Transliteration