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Karl Dostal

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Karl Dostal (* 1. Juli 1914 in Troppau; † 22. Mai 1999 in Kitzingen) war ein deutscher Künstler und Kunstvermittler.

Karl Dostal wurde am 1. Juli 1914 in Troppau geboren, das damals Teil Österreichisch-Schlesiens war. Der Vater war als höherer Beamter in dem Verwaltungszentrum tätig. Dostal wuchs mit zwei Geschwistern auf. In Troppau, das nach dem Ende des Ersten Weltkriegs Teil der Tschechoslowakei wurde, absolvierte Dostal seine Schulbildung bis zum Abitur. Anschließend nahm er ein Studium der Kunsterziehung und der Geografie für höhere Schulen an der Karls-Universität Prag auf.

In Prag gehörte der Bildhauer Alois Rieber zu seinen akademischen Lehrern. Sein Studium schloss Dostal mit der Promotion in Naturwissenschaften ab. Zwischen 1938 und 1939 wirkte er als Studienreferendar in seiner Geburtsstadt Troppau. Daneben waren erste Werke bereits in Ausstellungen zu sehen. Dostal wurde bereits 1939 als Soldat in die Wehrmacht eingezogen. 1942 wurde er in Russland schwer verwundet und verlor den rechten Arm. Von 1943 bis 1945 vollendete er sein Referendariat in Aussig und war anschließend Studienassessor an der Oberschule für Mädchen in Reichenberg.[1]

Bei Kriegsende folgte die Vertreibung der Familie Dostal aus dem Sudetenland. Zunächst siedelte sich die Familie mit zwei kleinen Kindern und der Mutter im unterfränkischen Biebelried an. Hier richtete Dostal ein Atelier in einem Hühnerstall ein, um seine Familie mit dem Verkauf von Bildern zu ernähren. Ab 1949 wurde er als Zeichen- und Geografielehrer an der Städtischen Realschule für Mädchen im nahen Kitzingen angestellt.

Ab 1969 wurde die Mädchenrealschule mit einer weiteren Bildungsinstitution zum heutigen Armin-Knab-Gymnasium fusioniert. Hier blieb Dostal bis zu seiner Pensionierung 1976 tätig. Neben seinem Wirken in der Schule blieb Dostal als Künstler tätig. Bereits 1952 wurde er Mitglied der Vereinigung Kunstschaffender Unterfrankens. Mehrfach stellte er in der Kleinen Galerie Kitzingen aus. Karl Dostal starb am 22. Mai 1999 in Kitzingen. Auch posthum wurden seine Werke mehrfach ausgestellt.[2]

Werke (Auswahl)

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Karl Dostal schuf viele Ölbilder und Aquarelle. Dabei gehörten Landschaftsdarstellungen zu seinen wichtigsten Sujets. Die Kitzinger Stadtarchivarin Helga Walter bezeichnete Dostal als den „bedeutendste[n], zeitgenössische[n] Waldmaler Frankens“.[3] Daneben sind Stillleben und Porträts von ihm nachgewiesen. 1992 wurde in der Rathaushalle Kitzingen eine umfassende Werkschau der Bilder Dostals präsentiert.

Er gehörte zu einer ganzen Reihe von sogenannten Heimatvertriebenen, die im Landkreis Kitzingen Kunst schufen.[4]

  • Helga Walter: „Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen“ (Franz Kafka). Erinnerungen an den Kunstmaler und Kunsterzieher Dr. Karl Dostal (1914–1999). In: Jahrbuch für den Landkreis Kitzingen 2022. Im Bannkreis des Schwanbergs. J. H. Röll Verlag, Dettelbach 2021. S. 319–328.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Helga Walter: „Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen“ (Franz Kafka). Erinnerungen an den Kunstmaler und Kunsterzieher Dr. Karl Dostal (1914–1999). In: Jahrbuch für den Landkreis Kitzingen 2022. Im Bannkreis des Schwanbergs. J. H. Röll Verlag, Dettelbach 2021. S. 326.
  2. ↑ Gerhard Krämer: Einmal Biebelried von oben sehen, Infranken (2018), abgerufen am 8. September 2026.
  3. ↑ Helga Walter: „Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen“ (Franz Kafka). Erinnerungen an den Kunstmaler und Kunsterzieher Dr. Karl Dostal (1914–1999). In: Jahrbuch für den Landkreis Kitzingen 2022. Im Bannkreis des Schwanbergs. J. H. Röll Verlag, Dettelbach 2021. S. 325.
  4. ↑ Robert Haass: 3000 Euro für Kitzinger Museum und Archiv, Main-Post (2008), abgerufen am 8. September 2026.