Curitibanos
| Município de Curitibanos Curitibanos | |||
|---|---|---|---|
Hauptkathedrale im Stadtzentrum | |||
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| Koordinaten | 27° 17′ S, 50° 35′ W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 11. Juni 1869 (Vila)[1] | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Santa Catarina | ||
| ISO 3166-2 | BR-SC | ||
| Região intermediária | Lages (seit 2017) | ||
| Região imediata | Curitibanos (seit 2017) | ||
| Höhe | 987 m | ||
| Klima | subtropisches Höhenklima | ||
| Fläche | 950 km² | ||
| Einwohner | 41.741 (2025[2]) | ||
| Dichte | 43,9 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−3 | ||
| Website | curitibanos.sc.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| Wirtschaft | |||
| BIP | 2.003.888 Tsd. R$ 50.041 R$ pro Kopf (2023) | ||
| HDI | 0,721 (2010) | ||
![]() | |||
Curitibanos ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Santa Catarina in der Südregion des Landes. Sie liegt im zentralen Hochland Santa Catarinas. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf 41.741 geschätzt.[2]
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gemeindegebiet liegt auf dem Planalto Serrano Catarinense und ist durch Hochflächen, Flusstäler, landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie Reste der Mata Atlântica und der Araukarienwälder geprägt. Neben dem Hauptort umfasst das Município die Distrikte Marombas Bossardi und Santa Cruz do Pery.[1]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gebiet des heutigen Curitibanos war ursprünglich von Botokuden bewohnt. Im 18. Jahrhundert wurde die Region zu einem Rastpunkt für Tropeiros, die zwischen dem Süden und Südosten Brasiliens unterwegs waren. Aus diesen Rastplätzen entwickelte sich ein Siedlungskern in den sogenannten Campos dos Curitibanos.[1]
Eine frühe Rolle spielte der Kapitän Antônio Pereira, der zur Gründergruppe von Lages gehörte. Er erkannte die strategische Lage der Campos dos Curitibanos und gründete dort die Fazenda dos Curitibanos. Diese frühe Niederlassung bestand jedoch nur kurze Zeit, da sie wiederholt von indigenen Gruppen angegriffen wurde.[1] Erst im 19. Jahrhundert setzte eine verstärkte Besiedlung ein.
Der Distrikt Curitibanos wurde am 22. März 1864 durch Provinzgesetz geschaffen und dem Município Lages unterstellt. Durch das Provinzgesetz Nr. 626 vom 11. Juni 1869 wurde Curitibanos aus Lages ausgegliedert und zur Gemeinde erhoben.[1]
Während des Guerra do Contestado gehörte Curitibanos zu den betroffenen Gemeinden des umstrittenen Grenz- und Siedlungsraums zwischen Paraná und Santa Catarina. Die Erinnerung an diese Zeit ist ein wichtiger Bestandteil der lokalen Geschichtskultur. Der heutige Museu Histórico Antônio Granemann de Souza besitzt Sammlungen zur Stadtgeschichte und zum Contestado-Konflikt.[3]
Im 20. Jahrhundert verlor Curitibanos mehrfach Gebiete durch die Schaffung neuer Gemeinden. Aus dem früher großflächigen Município wurden verschiedene Distrikte als eigene Gemeinden ausgegliedert.[1]
Demografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf 41.741 Personen geschätzt.[2] Die Einwohner der Stadt sind überwiegend europäischer Abstammung. Knapp zwei Drittel identifizierten sich bei der Volkszählung 2022 als Weiße.[4]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1991 | 33.334 |
| 2000 | 36.061 |
| 2010 | 37.748 |
| 2022 | 40.045 |
| Volkszählungen[4] | |
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Wirtschaft von Curitibanos war historisch durch Viehzucht, Holzgewinnung und Landwirtschaft geprägt. Daneben bildet die die zentrale Lage im Bundesstaat einen logistischer Vorteil.[5] Eine wichtige Rolle spielt außerdem der Campus Curitibanos der Universidade Federal de Santa Catarina (UFSC).[6]
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Curitibanos gehört zum römisch-katholischen Bistum Lages.[7] Im Stadtgebiet befinden sich unter anderem die Paróquia Imaculada Conceição und die Paróquia Nossa Senhora Aparecida.[8][9] Daneben bestehen evangelikale Gemeinden und weitere christliche Gemeinschaften.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 6 Curitibanos – Histórico. In: Biblioteca IBGE. Abgerufen am 4. Juni 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- 1 2 3 Curitibanos – Cidades e Estados. In: IBGE. Abgerufen am 4. Juni 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- ↑ Museu Histórico Antônio Granemann de Souza é reaberto para a população. In: Prefeitura Municipal de Curitibanos. 4. März 2024, abgerufen am 4. Juni 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- 1 2 City Population: Curitibanos. Abgerufen am 4. Juni 2026.
- ↑ Apresentação. In: Prefeitura Municipal de Curitibanos. Abgerufen am 4. Juni 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- ↑ Campus de Curitibanos. In: Universidade Federal de Santa Catarina. Abgerufen am 4. Juni 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- ↑ Paróquias. In: Diocese de Lages. Abgerufen am 4. Juni 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- ↑ São Francisco Solano – Curitibanos. In: Província Franciscana da Imaculada Conceição do Brasil. Abgerufen am 4. Juni 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- ↑ Paróquias. In: Diocese de Lages. Abgerufen am 4. Juni 2026 (brasilianisches Portugiesisch).

