ARA Winterthur-Hard
| Abwasserreinigungsanlage (ARA) von Stadtwerk Winterthur | |||||||
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| Koordinaten | 692548 / 263461 | ||||||
| Daten zum Bauwerk | |||||||
| Ausbaugröße: | 180 000[1] | ||||||
| Angeschlossener Einwohnerwert: | 123 535[1] | ||||||
| Bauzeit: | 1951 | ||||||
| Wassermengen | |||||||
| Abwassermenge: | 55 000 m³/Tag | ||||||
| Mittlere Ablaufwerte | |||||||
| CSB: | < 40 mg/l | ||||||
| Pges: | < 0,8 mg/l | ||||||
| NH4-N: | < 1 mg/l | ||||||
| Reststoffe | |||||||
| Schlammtrockenmasse: | 12,5 tTR/Tag | ||||||
| Energieerzeugung | |||||||
| Klärgaserzeugung: | 5760 m³/Tag | ||||||
| Stromerzeugung: | 4,3 GWh/Jahr | ||||||
| Technische Einrichtungen | |||||||
| Sonstiges | |||||||
Die Abwasserreinigungsanlage (ARA) in der Hard ist die ARA der Stadt Winterthur und wird von Stadtwerk Winterthur betrieben.
Geschichte
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Am 21. Mai 1939[2] bewilligte der Winterthurer Souverän den Bau einer mechanischen Kläranlage. Hierfür musste ein Teil des Hardwalds gerodet werden, der südlich der Kläranlage aufgeforstet werden musste.[3] Nach einigen auch kriegsbedingten Verzögerungen wurden die ersten Teile 1949 und die ganze Anlage bis 1951[1] in Betrieb genommen. 1966 wurde die Anlage um eine biologische Reinigungsstufe ergänzt. Zehn Jahre später wurde die ARA um eine Schlammentwässerung und eine Verbrennungsanlage erweitert, 1979 kam die Anlage zur Phosphatausfällung hinzu.
Von 1986 bis 1992 wurde die ARA für 100 Millionen Franken einer Totalrevision unterzogen und vergrössert, um damit die Anforderungen des 1971 verabschiedeten Gewässerschutzgesetzes zu erfüllen.[4] 2015 wurde ein zweiter Faulturm in Betrieb genommen.[5]
Bis ins Jahr 2035 sollen im Rahmen des Projekts Abwasserfreies Tösstal zusätzlich die Gemeinden Bauma und Weisslingen, die bisher eigene Kläranlagen betreiben, an die ARA Winterthur-Hard angeschlossen werden. Die entsprechende Vorlage wurde von der Stimmbevölkerung der sechs betroffenen Gemeinden des Tösstals sowie von Winterthur am 19. Mai 2019 angenommen.[6]
Am 14. Juni 2026 bewilligte die Winterthurer Stimmbevölkerung einen Verpflichtungskredit von 276 Millionen Franken für den Ausbau und die Erneuerung der ARA (Projekt «ARA West»). Der Ja-Stimmen-Anteil betrug 92 Prozent. Vorgesehen sind unter anderem eine zusätzliche Reinigungsstufe zur Eliminierung von Mikroverunreinigungen sowie ein Ausbau der biologischen Stufe, um mehr Stickstoff zu eliminieren (70 statt 50 Prozent).[7]
Varia
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Rundweg Winterthur führt um die ARA Winterthur-Hard herum und bietet dabei von einer Aussichtsplattform her einen Überblick über die Kläranlage.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 ARA Winterthur-Hard, Winterthur. (PDF) Baudirektion Kt. Zürich, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, abgerufen am 9. September 2019.
- ↑ Stadt Winterthur (Hrsg.): Klaro, der kleine Tropf. Eine Geschichte zum Ausbau der Kläranlage Hard Winterthur 1001. 3. Auflage. Winterthur 1996.
- ↑ Michael Wiesner: Rodungen im Hardwald vor dem Zweiten Weltkrieg. In: waldzeit.ch. 2. April 2013, abgerufen am 9. September 2019.
- ↑ Abwasserreinigung in Winterthur. (PDF; 998 KB) Zahlen, Daten und Fakten zur Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Winterthur. Stadtwerk Winterthur, Februar 2025, abgerufen am 12. August 2026 (deutsch).
- ↑ Zweiter Faulturm für Abwasserreinigungsanlage in Betrieb. Stadt Winterthur, 27. Oktober 2015, abgerufen am 9. September 2019.
- ↑ Rafael Rohner: Zusammen zur abwasserfeien Töss. In: Der Landbote. 20. Mai 2019, S. 9 (landbote.ch).
- ↑ Erweiterungen ARA, abgerufen am 16. Juli 2026

